Fastnachtsgesellschaft auch in Frauenhand

WIL. Die Wiler Fastnachtsgesellschaft zählt 77 Mitglieder – vier davon sind Frauen. Das ist ein Novum. An der Inauguration für die Fastnacht 2014 wurden Bettina Scherrer, Jasmin Frefel, Stefanie Stadler und Svenja Dürr in den Verein aufgenommen und traditionell in rote Roben gekleidet.

Christof Lampart
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Das FGW-Damenquartett: Bettina Scherrer, Jasmin Frefel, Stefanie Stadler und Svenja Dürr (v. l.) (Bild: Christof Lampart)

Das FGW-Damenquartett: Bettina Scherrer, Jasmin Frefel, Stefanie Stadler und Svenja Dürr (v. l.) (Bild: Christof Lampart)

Als am Freitagabend, kurz nach 21 Uhr, im Gewölbekeller des Wiler Hofs alle Anwesenden das Wiler Fastnachtslied anstimmten, hatte sich Historisches getan. Denn kurz zuvor wurden erstmals in der Geschichte der Fastnachtsgesellschaft Wil (FGW) vier Frauen in die Reihen der FGW-Fastnächtler per Schaumgummihammer-Schlag aufgenommen. Damit wurde das Motto der diesjährigen Wiler Fastnacht – «Frauen in der FGW» – real in die Tat umgesetzt, womit die FGW nun insgesamt 77 Mitglieder zählt. Die vier weiblichen Fastnächtlerinnen heissen Bettina Scherrer, Jasmin Frefel, Stefanie Stadler und Svenja Dürr.

Prinzenpaar und Herold

Der Präsident der FGW, Oliver Baumgartner, konnte anlässlich der Inauguration 2014 nicht nur das Prinzenpaar Regula die Erste und Raphael der Erste begrüssen, sondern viele, die sich in irgendeiner Form um die (Wiler) Fastnacht in den letzten Jahren verdient gemacht hatten. Baumgartner bedankte sich bei allen, denn «es ist nicht mehr selbstverständlich, dass man sich so stark für einen Verein einsetzt, wie ihr das tut». Da machte es auch nichts aus, dass der Ehren-Herold der FGW, Erich Grob, ein paar launige Sprüche zuhanden des Neunerrates parat hatte.

Närrische Beförderungen

Nebst den vier Frauen wurden mit Daniel Benz und Amario Gabriele Pedicone zwei Männer ebenfalls zu «Fastnächtlern» ernannt. Chris Haubenwalner darf sich nun offiziell «Fanfar» nennen, und Tiziano Vidori reichte es gar zum Titel eines «Adjutanten». Am nächsten Mittwoch, am Gümpelimittwoch, wird es dann nicht nur im Hofkeller, sondern in ganz «Narrenwyl» heissen: «Tüüfel, Tüüfel, Tüüfel//Fastnachtszyt isch wieder doo//I will au a d'Fastnacht gooh».

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