Fast jedes zweite Spiel wird ein Derby sein

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Wil Mit einem 2:1-Heimsieg gegen Schaffhausen hat der FC Wil eine in vielen Belangen verkorkste Saison versöhnlich beendet. Nachwuchsspieler Enis Latifi erzielte kurz vor Schluss das entscheidende Tor. Es war sein erstes in der Challenge League. Trotzdem: Nur dank des freiwilligen Rückzugs von Le Mont steigen die Wiler nicht ab. Schreibt Clubpräsident Roger Bigger seinem Waadtländer Amtskollegen Serge Duperret nun einen Dankesbrief? «Nein. Ab jenem Moment, als sich Le Mont zurückgezogen hatte, war die Luft völlig draussen», sagt Bigger.

Es laufen bereits die Vorbereitungen für die 14. Challenge-League-Saison am Stück des FC Wil. «Jetzt sind wir wieder gleich weit wie vor dem Einstieg der türkischen Investoren vor zwei Jahren. Nur haben wir weniger Sponsoren», sagt Bigger. Immerhin ist zu vermelden, dass Hans Eisenring mit seiner Sirnacher Küchenbaufirma ein weiteres Jahr Hauptsponsor bleibt.

Bereits jetzt steht fest, dass die in der zweiten Julihälfte beginnende Saison eine spezielle sein wird: 16 der 36 Partien – also fast jede zweite – werden Derby-Charakter haben. Es sind so viele wie noch nie. Schaffhausen und Winterthur bleiben als Gegner erhalten. Dazu kommen Absteiger Vaduz und Aufsteiger Rapperswil-Jona. Die Vergleiche mit den Rosenstädtern sind ein Novum in der zweithöchsten Spielklasse, ist es doch der erste Aufstieg von Rapperswil-Jona in die Challenge League. Präsident ist Rocco Delli Colli, Chef des Pizza-Lieferanten Dieci. In den Reihen der Rapperswiler spielt mit Kim Jaggy ein ehemaliger Captain des FC Wil. Er hatte seine Profi­karriere bereits beendet, kehrt nun aber in den Profifussball zurück. (sdu)13