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Fasnacht in Lenggenwil: Walter mischt sich unter die Clowns

Am Freitag beginnt die 41. Lenggenwiler Fasnacht mit dem Clownball. Fröhlich, bunt und friedlich sollen die drei Tage sein. Von den besonderen Herausforderungen erzählt Fako-Mitglied David Meienhofer.
Zita Meienhofer
Die Lenggenwiler Fasnächtler sind bereit für den dreitägigen Anlass – und Walter ist bereits an der Fasnacht. Bild: Zita Meienhofer

Die Lenggenwiler Fasnächtler sind bereit für den dreitägigen Anlass – und Walter ist bereits an der Fasnacht. Bild: Zita Meienhofer

Die grosse rote Nase ist sein Markenzeichen, jene des Clowns. Er sorgt für Fröhlichkeit, für gute Stimmung, bringt die Leute zum Lachen. Er gehört zur Lenggenwiler Fasnacht wie fast kein anderer, denn er ziert seit Jahren das Logo. Die Clowns sind es auch, die zum Auftakt der Lenggenwiler Fasnacht wiederum im Mittelpunkt stehen, denn diese startet mit einem Clownball. Was zum 40-Jahr-Jubiläum im 2018 eingeführt wurde, fand Anklang und wird am nächsten Wochenende weitergeführt.

Der Clownball – übrigens schweizweit der einzige – soll wiederum einem guten Zweck dienen: Pro Clown spendet das Fasnachtskomitee (Fako) Lenggenwil einen Franken an die Stiftung Theodora. «Wir waren uns sofort einig, dass wir diese Spendenaktion wieder machen wollen», erklärt David Meienhofer, zuständig für die Kommunikation sowie die Finanzen im Fako, «zudem eine der Spitalclowns, Liz Monteleone, im Dorf wohnt.» Was neu sein wird, bei der zweiten Auflage des Clownballs: Eintrittsberechtigt sind heuer auch 16-Jährige.

Das Motto entstand aus besonderem Grund

Nach dem Clownball folgt der Lenggiball am Samstag, der eigentliche Maskenball. Dieser wird – wie die 40 Jahre zuvor – mit einer Maskenprämierung durchgeführt. Das Motto: «Wo ist Walter?» Weshalb die Figur des Weltenbummlers Walter, der die Erfindung des britischen Kinderbuchillustrators Martin Handford ist, Motto der diesjährigen Lenggenwiler Fasnacht ist, hat einen besonderen Grund. Es ist eine Hommage an das langjährige Komitee-Mitglied Walter Hollenstein, der sich nach der 40. Ausgabe der Lenggenwiler Fasnacht aus dem OK verabschiedet hatte. Zudem sei es während der Primarschulzeit der Komiteemitglieder wohl das begehrteste Buch in der Bibliothek gewesen, so David Meienhofer. Er selber bevorzugt Mottos, die keinen grossen Spielraum lassen, es sei einfacher zu jurieren.

Wiederum sind während des Lenggiballs verschiedene Lokalitäten offen, damit der Publikumsandrang «aufgefangen» werden könne. Meienhofer weiss: «Seit das Schlagerzelt und die Aussentreppe geöffnet wurden, ist das Gedränge kleiner geworden, kann besser zirkuliert werden.»

Fako setzt auf Kreativität der Wagenbauer

«Der Umzug am Sonntag ist sicher der Höhepunkt unserer Fasnacht», ist Meienhofer überzeugt, «denn es sind alle angesprochen und es kommen auch alle – vom Baby bis zum Senior. Für mich ist es jeweils ein gelungener und schöner Abschluss.» 69 Nummern werden es dieses Jahr sein, die das Publikum am Strassenrand unterhalten. Es werde immer schwieriger einen attraktiven Umzug zusammenzustellen, bedauert David Meienhofer.

«Die Teilnehmenden, die nationale oder regionale Ereignisse auf die Schippe nehmen, die fehlen leider immer mehr, die Barwagen dominieren allmählich.»

David Meienhofer, Mitglied des Fasnachtskomitees

David Meienhofer, Mitglied des Fasnachtskomitees

Diesem Trend könne schlecht entgegen gewirkt werden. «Wir können die Wagen vor dem Umzug nicht kontrollieren», erklärt er. Einerseits seien einige Wagenbauer bei Anmeldeschluss noch gar nicht fertig, anderseits fehlen auch die Ressourcen beim Veranstalter.

Das Fako vertraut den Teilnehmenden, lässt den Fasnächtlern die Narrenfreiheit, hofft auf ihre Kreativität, ihre Fantasie, ist sich jedoch bewusst, dass es Grenzen gibt, dass die Aufschriften auf den Wagen nicht beleidigend sein dürfen. Bislang sei dies auch noch nie der Fall gewesen. Letztes Jahr habe das Fako im Vorfeld von einem solchen Wagen erfahren und das Gespräch mit den Wagenbauern vor dem Umzug suchen können.

Die grösste Herausforderung ist nach wie vor die Regelung des Verkehrs. Im vergangenen Jahr war ein Besucherrekord zu verzeichnen, was nach dem Umzug zu einem Stau führte. Es wird nun eine Änderung geben, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Zudem haben die Organisatoren Experten mit der Prüfung der Situation beauftragt. «Sie kamen jedoch auch nicht zu einem besseren Ergebnis», so David Meienhofer.

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