FASNACHT: Henauer lassen es in Uzwil krachen

Als die Henauer Gugger ihren 30. Geburtstag feierten, organisierten sie ihr Guggenfest zum ersten Mal im Uzwiler Gemeindesaal. Am Samstag fand der Anlass nun bereits zum 14. Mal an dieser Stätte statt.

Christoph Heer
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Die Henauer Gugger genossen ihr «Heimspiel» in vollen Zügen. (Bilder: Christoph Heer)

Die Henauer Gugger genossen ihr «Heimspiel» in vollen Zügen. (Bilder: Christoph Heer)

Christoph Heer

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Seit 14 Jahren feiern die Henauer Gugger ihr Guggenfest im Gemeindesaal Uzwil. Was zum 30. Geburtstag begann, ist bis heute ein sicherer Wert in der hiesigen Fasnachtsagenda. St. Galler, Toggenburger, Hinterthurgauer und sogar Schaffhauser waren am Samstag vor Ort. Das Motto «Baustell 44» sorgte dafür, dass sich der Besucher tatsächlich auf einer Baustelle wähnte. Viele Maurer, Strassenarbeiter, Maler, Gipser und ebenso viele Baustellentafeln und Verkehrskadetten tanzten während mehrerer Stunden zu den Guggenklängen.

«Den richtig tollen Groove gespürt «

Ein erster Höhepunkt erreichte die Stimmung am frühen Abend, als die Henauer Gugger an ihrem «Heimspiel» auf die Bühne traten. Gewaltige Schlagzeugsoli, stampfende Paukenbässe und flotter Trompetensound liessen die Besucher ausflippen. Die Chemie zwischen Gugge und Publikum stimmte. Das bemerkte auch Vereinspräsident Stephan Gschwend. «Wir auf der Bühne spürten den richtig tollen Groove. Dieser schwappte vom ersten Moment an auf das Publikum über. So macht es riesigen Spass zu musizieren», sagte er nur ­Sekunden nach dem Auftritt. Seit drei Jahren präsidiert er die ­Henauer Gugger und tönt an, dass auch sie ab und an mit ­Nachwuchsproblemen hadern. «Manchmal ist es schwierig, die Abgänge zu kompensieren. Momentan sind wir rund 44 Mitglieder, es dürften aber ruhig noch einige mehr sein.» Es ist bekannt, dass die Party oft ohne Verschnaufpause durchgezogen wird. Will heissen: Die Guggen lösen sich ohne lange Verzögerungen ab, und in den Pausen wird die Stimmung dank DJs hochgehalten. Am Samstagabend waren hierfür DJ Mouse und DJ El Domingo zuständig.

Als Guggen waren diejenigen aus Zuzwil (Schprötzchante), Mörsch­wil (Adlerbrüeter), Gossau (Gassächlöpfer), Amriswil (Glöggli Clique), Schwarzenbach (Thuurvögel), Salmsach (Buchtäfäger) und aus Uzwil (Uzepatscher) engagiert. Zwischen 800 und 1000 Personen feierten am Samstagabend miteinander – und zwar bis in die frühen Morgenstunden hinein.