Falsche Schlangen und alte Säcke

Am Samstag, 27. Oktober, um 20.15 Uhr gastieren Regula Esposito (ehemals Acapickels), und Roland Strobel im Gasthaus Rössli, Mogelsberg.

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«Helga is Bag»: Regula Esposito und Roland Strobel gehen verschiedenen Handtaschen auf den Grund. (Bild: zVg)

«Helga is Bag»: Regula Esposito und Roland Strobel gehen verschiedenen Handtaschen auf den Grund. (Bild: zVg)

MOGELSBERG. Eine kabarettistische, musikalische Satire über das Handtaschenlesen: «Zeig mir deine Handtasche und ich sage dir, wer du bist!» Dr. purse. Helga Schneider, Handtaschenanalystin (Purseologin), geht dem Wesen jeder Frau durch deren Handtasche auf den Grund. Die Tasche und ihr Inhalt ist für sie der Schlüssel zur Psychostruktur ihrer Trägerin. Dr. Schneider kann kranke Taschen heilen und stumme zum Reden und Singen bringen. Bei der Analyse von Taschenfüllungen gräbt sie sich durch soziale Schichten wie eine Archäologin durch Schutthaufen. Sie entdeckt pharmazeutische Bomben, enthüllt den Label-Wahn, betrachtet Wirtschaftskrise und Informationsgesellschaft, sie durchleuchtet diese Beutelwesen wie ein Nacktscanner. Es werden viele anwesend sein: die Vuittons, Guccis und Freitags. Die Echten, die echt gut Gefälschten sowie No-Names. Von der falschen Schlange bis zum alten Sack. Doch auch hier gilt: Es kommt auf die inneren Werte an. Das Handtaschenlese-Stück von Regula Esposito (ehemals Acapickels)ist eine Parodie auf die Machtausübung von Heilern und medial Veranlagten. Das kabarettistische Liederprogramm ist eine «Tour de Suisse» durch die Dialekt- und Sprachenvielfalt: Anders als die Handtaschen, die heute den Weltmarkt beherrschen, sind die Songs nicht «Made in China», sondern «Made von Kanton zu Kanton verschieden».

Frau Dr. Schneiders Assistent ist Herr Prof. Andrej Strobstrophsky, ein Musiker und ergebener Anhänger, Diener und Verehrer der Meisterin. Der Audiotaschen-Harmonizer presst aussergewöhnliche Töne aus den Behältnissen und unterstützt die Handtaschenanalystin musikalisch, wenn sie bei hartnäckigen Problemtaschen in eine Tiefentrance geht, um so das Wesen der Trägerin anzunehmen, bis diese auspackt. Die Kasse ist ab 19.30 Uhr geöffnet. (pd)

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