Fairness – der kleine Unterschied

Zum Leserbrief «Fair zusammengesetzter Stadtrat» von Patrick Bernold, Wiler Zeitung, 28. August

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Zum Leserbrief «Fair zusammengesetzter Stadtrat» von Patrick Bernold, Wiler Zeitung, 28. August

In seinem Leserbrief «Fair zusammengesetzter Stadtrat» weist der CVP-Präsident darauf hin, dass auch im Falle eines Stadtpräsidiums von FDP oder SP die entsprechende Partei übervertreten wäre. Das ist richtig, aber Übervertretung kann unterschiedlich wirken.

In der jetzigen und von der CVP weiterhin angestrebten Konstellation dominiert sie den Stadtrat mit 260 von 380 Stellenprozenten oder mit drei von fünf Köpfen. Sollte FDP oder SP das Stadtpräsidium gewinnen, würde keine Partei mehr dominieren, sondern es müssten auch im Falle einer allenfalls übervertretenen FDP oder SP zwischen den Parteien Konsenslösungen gefunden werden.

In unserem Bundesrat ist es trotz der zwar etwas aufgeweichten «Zauberformel» eine Selbstverständlichkeit, dass die Parteien in der Exekutive (abgesehen vom Fall Schlumpf) entsprechend ihrem Stimmenanteil vertreten sind. Warum sieht die CVP nicht ein, dass auch in der Wiler Exekutive eine faire Vertretung der Parteienlandschaft endlich angebracht ist?

Was das von Patrick Bernold vorgebrachte Argument der Persönlichkeit betrifft, so sind die Kandidierenden der CVP sachlich betrachtet kaum in der Pole-Position. Für die Grünliberalen verfügt Daniel Meili über die besten Voraussetzungen, und es ist ein Akt von Fairness, auch der Minderheit der Bronschhofer einen Sitz im Stadtrat zuzugestehen (analog dem Parlament). Das Wichtigste aber bei den bevorstehenden Wahlen in den Stadtrat bleibt eine faire Zusammensetzung, die den im Parlament vertretenen Parteien und der Bevölkerung entspricht, genau dies zum Wohle der Einwohnerinnen und Einwohner.

Werner Anderegg GLP

Kandidierender

für das Stadtparlament

Bronschhoferstr. 24

9500 Wil

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