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Fairere Preise für unsere Bauern

«Strafanzeige wegen Tierquälerei», Ausgabe vom 3. Februar 2018

Wenn jetzt die einheimischen Hühnermäster und die Migros, die deren Pouletfleisch mit der Marke «Aus besonders tierfreundlicher Stallhaltung (BTS)» verkauft, medial gescholten werden, zielt das am Problem vorbei. Eine gehörige Portion Verdrängung ist all den Konsumenten eigen, die 50, 60 und mehr Kilogramm Fleisch im Jahr in sich hineinstopfen und dabei glauben, dass derartige Mengen naturnah und tierfreundlich erzeugt werden könnten. Es waren nicht die Grossverteiler, sondern unser Bundesrat, der den Begriff «BTS» geschaffen hat und der vor gut 15 Jahren, ohne dass die Geflügelbauern das wollten, Stallbauten für 20000 Poulets erlaubte.

Die dahinter liegende Berner Strategie: Die Billigproduktion mit Massentierhaltung soll die einheimische Landwirtschaft fit machen für den schrankenlosen Freihandel. Das Arbeitseinkommen eines Schweizer Geflügelmästers beträgt pro Tier rund 30 bis 40 Rappen, für den Liter Milch kriegt ein Milchbauer knapp 60 Rappen. Geht diese Preisdrückerei weiter, dürften wir bald Verhältnisse wie in Deutschland haben, wo eine Bauernfamilie 200 Milchkühe oder 60000 Masthühner im Stall haben muss, um über die Runden zu kommen. Wenn wir tatsächlich Sorge zu den Tieren tragen wollen, braucht es fairere Preise für unsere Bauern und ein bewussteres Einkaufsverhalten vieler Konsumenten.

Hansuli Huber, Geschäftsführer Schweizer Tierschutz STS

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