Fair Wil reicht Petition für politische Mitsprache ein

WIL. Am nächsten Donnerstag reicht der integrative Verein Fair Wil beim Wiler Stadtrat eine Petition ein, die mehr Mitbestimmungsrechte für Jugendliche und Migrant/-innen fordert. Seit dem Frühling 2014 wurden dafür rund 500 Unterschriften gesammelt.

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WIL. Am nächsten Donnerstag reicht der integrative Verein Fair Wil beim Wiler Stadtrat eine Petition ein, die mehr Mitbestimmungsrechte für Jugendliche und Migrant/-innen fordert. Seit dem Frühling 2014 wurden dafür rund 500 Unterschriften gesammelt. Jugendliche sowie Migrantinnen und Migranten sollen sich an der Gestaltung ihrer Stadt beteiligen und Verantwortung übernehmen können.

Mit dem Ziel, eine faire und moderne städtische Demokratie zu schaffen und die Integration zu fördern, hat Fair Wil für seine Petition seit März des vergangenen Jahres an Vereinsanlässen, Standaktionen sowie über Facebook und die Vereinswebsite Unterschriften gesammelt. Nachdem Mitte Dezember 2014 das Ziel von 400 Unterschriften erreicht wurde, hat sich der Verein nun entschieden, die Petition am nächsten Donnerstag beim Wiler Stadtrat einzureichen.

Gemäss der Mitteilung von Fair Wil stellt die Petition drei Forderungen. In der neuen Gemeindeordnung soll der Grundsatz, dass die Stadt Wil die Mitsprache der Bevölkerung ohne Stimmrecht fördert, in einem Partizipationsartikel verankert werden. Auf dieser Grundlage soll ein Partizipationsreglement geschaffen werden, in dem Jugendlichen sowie Migrantinnen und Migranten spezielle Mitspracherechte gewährt werden, so zum Beispiel in der Form eines Jugendlichen-Vorstosses und eines Migranten-Vorstosses. Weiter soll die Stadt Wil ein Jugendparlament schaffen, welches beim Stadtrat und beim Stadtparlament Vorstösse einreichen kann und für ein eigenes Budget verantwortlich ist. Dabei sollen alle Jugendlichen mit Wohnsitz in der Stadt Wil unabhängig von ihrer Herkunft wählbar sein. (pd)