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Fahrplan: Mit aller Kraft gegen den Abbau

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 gibt es in Wil für regionale ÖV-Verbindungen Richtung St.Gallen 17 Minuten längere Wartezeiten. Und dem Wegfall der bisherigen REX-Verbindung Wil-Chur ist zudem zu Pendlerzeiten zwischen Wil und St.Gallen mit noch volleren Zügen zu rechnen. Der zuständige Wiler Stadtrat Daniel Stutz will das nicht einfach hinnehmen: «Wir wehren uns entschieden gegen den Angebotsabbau.»
Hans Suter
Am Bahnhof Wil drohen am den Fahrplanwechsel im Dezember 17 Minuten längere Wartezeiten. (Bild: Simon Dudle)

Am Bahnhof Wil drohen am den Fahrplanwechsel im Dezember 17 Minuten längere Wartezeiten. (Bild: Simon Dudle)

«Die Stadt Wil setzt seit Jahren einen Schwerpunkt bei der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs», erinnert der Wiler Stadtrat in einer Medienmitteilung an die strategische ÖV-Planung. So habe er erst kürzlich die ÖV-Strategie Wil 2030/35 verabschiedet, mit welcher das regionale und das städtische Busangebot optimiert und auf die künftigen Erfordernisse ausgerichtet werden sollen. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 würden die Anschlüsse am Bahnhof Wil nun aber deutlich verschlechtert, ärgert man sich im Wiler Rathaus. «Mit finanziellen Zusatzaufwendungen und einer guten Busplanung hat die Stadt Wil zwar Korrekturmassnahmen getroffen. Es resultiert dennoch ein deutlich spürbarer Angebotsabbau beim Fernverkehr», äussert sich der Stadtrat in der Medienmitteilung enttäuscht.

Der Stadtrat wehrt sich

Für Stadtrat Daniel Stutz ist klar: «Am Wiler Bahnhof muss es schlanke Umsteigesituationen und dichte Verbindungen geben.» Auch aufgrund des grossen Einzugsgebiets dürfe der Verkehrsknoten Wil nicht geschwächt werden. Vielmehr sei ein Ausbau angezeigt. «Zu einem attraktiven ÖV-Angebot am Knoten Wil gehört der Viertelstunden-Takt mit Fernverkehrshalten, die in Zürich zu den Minuten 00 und 30 Anschlüsse garantieren, und ausreichenden Sitzplatzkapazitäten», unterstreicht der Stadtrat mit Nachdruck. Selbstverständlich sei zudem, dass alle Personengruppen einen hindernisfreien Zugang zum ÖV-Angebot haben müssten. Diesem Ziel habe die Stadt Wil auch mit der Unterstützung der Petition «Ausbau statt Abbau» im vergangenen Jahr Ausdruck verliehen. «Wir werden unsere Position weiterhin mit aller Kraft und laufend bei den zuständigen Stellen vertreten», so Stutz.

Aktuell läuft in der Stadt Wil der politische Prozess zur Neugestaltung von Bahnhofplatz und Allee. Die Stadtbehörde ist bestrebt, die Verbindung zwischen öffentlichem Verkehr und urbanem Leben durch architektonische Massnahmen und einem neuen Verkehrskonzept in Einklang zu bringen. Mit 23500 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Wil die drittgrösste Stadt im Kanton St.Gallen. Wil bietet zudem rund 14000 Arbeitsplätze und gilt als Zentrum einer Region mit 110000 Bewohnenden. Der Bahnhof Wil liegt an der Hauptachse St.Gallen-Zürich und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in alle Himmelsrichtungen.

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