ESCHLIKON: Schwelle steht vor neuer Hürde

Der Gemeinderat hat rund um den Bahnhof Verkehrsberuhigungen geplant. Gegen das Projekt an der Nordseite wurde Einsprache erhoben. Eine Lösung ist in diesem Jahr nicht realistisch.

Adrian Grzonka
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Auf der Wallenwilerstrasse in Eschlikon wird der Verkehr auf Höhe Bahnhof bald mit zwei Inseln und optischen Verengungen abgebremst. (Bild: Olaf Kühne)

Auf der Wallenwilerstrasse in Eschlikon wird der Verkehr auf Höhe Bahnhof bald mit zwei Inseln und optischen Verengungen abgebremst. (Bild: Olaf Kühne)

ESCHLIKON. Als teilweise «chaotisch» beschrieb der Gemeinderat die Verkehrssituation am Bahnhof Nord in den Gemeindenachrichten vom Juni. Zudem sei das Überqueren der Hilagstrasse beim Bahnhof für Fussgänger teils gefährlich. Trotz der von der Gemeinde als dringend erachteten Massnahmen wird es in diesem Jahr beim Bahnhof Nord nicht mehr zu der geplanten Verkehrsberuhigung kommen: Gegen das Vorhaben der Gemeinde wurden zwei Einsprachen erhoben. Auf der Hilagstrasse war in der Kurve beim Bahnhof eine niedrige Schwelle geplant, welche die Lenker zur Geschwindigkeitsreduktion hätte zwingen sollen. «Ein Einsprecher will die geplanten Schwellen verhindern», sagt Hans Mäder, Gemeindepräsident von Eschlikon. «Die Hilagstrasse wird auch von Lastwagen befahren. Für Lenker langer Gefährte ist die Überquerung einer Schwelle in der Kurve offenbar schwierig», sagt er. Die zweite Einsprache bemängle, dass mit der Massnahme die Parksituation vor dem «Avec» nicht verbessert werde.

Mit den beiden Einsprechern sei der Gemeinderat bereits zusammengesessen, sagt Mäder. Ihr Vorschlag sei interessant. «Um diesen umsetzen zu können, brauchen wir aber Land, das derzeit in Privatbesitz ist.» Zudem sei dafür die Zustimmung der SBB sowie des «Avec» notwendig. Genaues könne er derzeit über die vorgeschlagene Alternative nicht sagen. Sicher sei aber, dass es an der Hilagstrasse vor dem nächsten Jahr nicht mehr zu einer Lösung kommen werde, sagt Mäder.

Im Süden kommen zwei Inseln auf die Strasse

Im Gegensatz zu den Massnahmen an der Hilagstrasse sind gegen jene beim Bahnhof Süd keine Einsprachen erhoben worden. Bereits Anfang Oktober wird auf der Wallenwilerstrasse zwischen Stationsstrasse und Mettlenstrasse die Strasse für Bauarbeiten gesperrt. «Zwei Inseln auf beiden Seiten des Ausgangs der Bahnhofunterführung sollen den Verkehr abbremsen», sagt Mäder. «Zudem wird eine sanfte Schwelle gebaut, welche die Höhe des Trottoirs erreicht.» Über diese komme auch der Bus problemlos. Weiter wird die Wallenwilerstrasse bei der Bahnhofunterführung optisch verengt: Farben auf der Strasse sollen auf die kommende Gefahr aufmerksam machen, sagt Mäder.