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ESCHLIKON: Mehr Grün

Aufgrund von Einsprachen ist der Gestaltungsplan Nordstrasse/Ifangstrasse seit 2015 hängig. Nun widerruft der Gemeinderat den Plan und legt eine neue, angepasste Version öffentlich auf.
Roman Scherrer
Auf dem brachliegenden Areal des ehemaligen Fabrikgebäudes der Firma Gautschi sollen sechs Mehrfamilienhäuser entstehen. (Bild: Olaf Kühne)

Auf dem brachliegenden Areal des ehemaligen Fabrikgebäudes der Firma Gautschi sollen sechs Mehrfamilienhäuser entstehen. (Bild: Olaf Kühne)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Das Vorgehen des Eschliker Gemeinderates ist nicht alltäglich: Er hebt den Gestaltungsplan «Nordstrasse / Ifangstrasse» auf, welchen er im August 2015 genehmigt hat. Und dies obwohl sich am geplanten Bauvorhaben – einer Überbauung auf dem Areal des ehemaligen Fabrikgebäudes der Firma Gautschi Fensterbau AG – nicht grundsätzlich etwas geändert hat. «Dieser Fall ist womöglich auch für das kantonale Departement für Bau und Umwelt kein gewöhnlicher», sagt Gemeindeschreiber Marcel Aeschlimann.

Was ist seit Sommer 2015 geschehen? Eigentlich nichts Aussergewöhnliches. Nachdem der Gemeinderat den Gestaltungsplan «Nordstrasse / Ifangstrasse» öffentlich aufgelegt hatte, sind Einsprachen eingegangen. Der Gemeinderat hat die Einsprachen zu Teilen abgelehnt, womit der Fall an das Departement für Bau und Umwelt gelangte. Vertreter des Departements haben im August 2016 einen Augenschein vom betroffenen Gebiet genommen. Da der Kanton noch keinen Entscheid gefällt hat, ist der Gestaltungsplan noch immer nicht rechtskräftig.

Der Widerruf des Gestaltungsplans liegt seit vergangenem Freitag öffentlich auf. «Der Gemeinderat hat den Grundeigentümer über die Aufhebung vorgängig orientiert. Er ist einverstanden», so Aeschlimann.

Umfang der Überbauung bleibt gleich

Mittlerweile hat der Gemeinderat einen neuen Gestaltungsplan ausgearbeitet und ihn am 21. Dezember genehmigt. Der Umfang der Überbauung – 40 Wohnungen in sechs viergeschossigen Mehrfamilienhäusern – bleibt auch mit dem neuen Plan gleich. Trotzdem gibt es gegenüber dem bisherigen Gestaltungsplan einige Änderungen. «Ein Baukörper wurde weiter nach Süden verschoben, damit die Überbauung einen schöneren Innenraum erhält», sagt Gemeindeschreiber Aeschlimann. Ausserdem sei die sogenannte Attika gegen die Ifangstrasse «beruhigt» worden. Will heissen: Der oberste Gebäudeteil grenzt sich von der Ansicht her weniger vom Rest des Baukörpers ab, wodurch die gesamte Überbauung ein einheitlicheres Bild abgeben soll.

Bei der Ausarbeitung des neuen Gestaltungsplans habe man die eingereichten Einsprachen zwar im Hinterkopf gehabt. «Natürlich konnte sich der Gemeinderat aber nicht nur an ihnen orientieren», sagt Aeschlimann. Trotzdem habe man etwa mit der grösseren Grünfläche, die der Innenraum des neuen Plans bringt, einen Punkt aus den Einsprachen aufgegriffen.

Zur Vorprüfung beim Kanton

«Seitens des Gemeinderats und des Ortsplaners, der uns bei der Arbeit unterstützt, ist der neue Gestaltungsplan gegenüber dem bisherigen eine Verbesserung. Deshalb macht es Sinn, den bisherigen nun durch den neuen Gestaltungsplan zu ersetzen», sagt Marcel Aeschlimann. Der neue Plan wurde kürzlich beim kantonalen Amt für Raumentwicklung zur Vorprüfung eingereicht. Zwar kann noch nicht gesagt werden, wann die Prüfung abgeschlossen sein wird. Der Gemeinderat geht aber nicht von grösseren Änderungen seitens des Kantons aus. Sobald der Gestaltungsplan die Vorprüfung durchlaufen hat, wird er wieder öffentlich aufgelegt werden. «Wenn es schnell geht, ist das bereits im Februar der Fall», meint Aeschlimann. Für den kommenden Dienstag, am 23. Januar, hat der Gemeinderat eine Informationsveranstaltung angesetzt, an welcher er detailliert über den neuen Gestaltungsplan orientiert.

Informationsveranstaltung

zum Gestaltungsplan Nordstrasse/Ifangstrasse am Dienstag, 23. Januar, 19.30 Uhr, Mehrzwecksaal Bächelacker, Eschlikon.

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