ESCHLIKON: Genug Steuereinnahmen für die Investitionen

Die Gemeinde wächst und mit ihr auch der Steuerertrag. Deshalb sieht das Budget 2018 trotz beträchtlicher Investitionen und einem gleichbleibenden Steuerfuss ein ausgeglichenes Ergebnis vor.

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Gemeindepräsident Hans Mäder während der Versammlung. (Bild: Christof Lampart)

Gemeindepräsident Hans Mäder während der Versammlung. (Bild: Christof Lampart)

Gemeindepräsident Hans Mäder musste in der Mehrzweckhalle Wallenwil erst einmal einen tiefen Schluck nehmen – hatte ihm doch sein «Dorfwichtel» aufgetragen, vor der Gemeindeversammlung einen «Appenzeller» zu sich zu nehmen. Er folgte – zur Belustigung der 82 Stimmberechtigten sowie einer Schulklasse, die aus Unterrichtsgründen an der Budgetgemeindeversammlung teilnahm – dem Rat seines unbekannten Gönners. Obwohl er, wie Mäder den Anwesenden versicherte, ansonsten vor der Versammlung so etwas nie mache und «dieses Zeugs» nicht einmal besonders gerne trinke.

Gute «Wichtel» scheinen im Jahr 2018 auch die Politische Gemeinde Eschlikon heimzusuchen – zumindest in Sachen Finanzen. Denn obwohl Mäder die finanzpolitischen Herausforderungen als «beachtlich» bezeichnete – die Bruttoinvestitionen belaufen sich auf über vier Millionen Franken – sollte laut Budget 2018 am Ende eine rote Null stehen.

Vorsichtige Budgetierung

Auch Gemeinderat Alexander Kredt, zuständig für das Ressort Finanzen und Sicherheit, erachtete die finanzielle Lage der Gemeinde in den nächsten Jahren als grundsätzlich positiv. Denn die Gemeinde budgetiere bewusst konservativ, was sich, wie er bereits jetzt schon sagen könne, auch positiv in der Erfolgsrechnung 2017 niederschlagen werde. «Wir stehen wohl um rund 200000 Franken besser da als budgetiert», verkündete Kredt vorausblickend die frohe Botschaft. Diese vorsichtige Art, zu budgetieren, habe man auch beim Voranschlag 2018 beibehalten, weshalb der prognostizierte Verlust von 37700 Franken – 14,199 Millionen Franken an Ausgaben stehen 14,161 Millionen Franken an Einnahmen gegenüber - höchstwahrscheinlich am Ende wiederum in ein Plus umgekehrt werden könne, sagte Kredt. Dass die Steuereinnahmen auch im nächsten Jahr weiterhin sprudeln werden, führt der Gemeinderat auf die rege Bautätigkeit im Dorf zurück.

Der Gemeindepräsident: «Eschlikon wächst und verzeichnet einen höheren Fiskalertrag. Wir können somit ohne Steuerfusserhöhung alle betriebsnotwendigen Investitionen tätigen. Wir müssen uns einfach daran gewöhnen, dass unser Dorf grösser wird». Die Stimmberechtigten genehmigten das Budget 2018 bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 50 Prozent schliesslich einstimmig.

Im Anschluss daran berichteten die einzelnen Gemeinderäte über anstehende Projekte in ihren Ressorts.

Ein Lob für die Dorfgemeinschaft

Hans Mäder selbst lobte das Zusammenstehen der Dorfgemeinschaft gerade auch im Jubiläumsjahr 2017. Eschlikon habe sich im Jahr seines 20. Geburtstages als eine Gemeinde präsentiert, in der ein Für- und ein Miteinander zum Ausdruck komme», freute sich der Gemeindepräsident. Egal ob es sich um die Umsetzung eines Jugendkonzeptes, Investitionen in die Infrastruktur oder auch «nur» um die Pflege des geselligen Dorflebens handle, etwas könne er allen garantieren: «Wir haben noch ganz viele Ideen und ganz viel vor.»

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

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