ESCHLIKON: Die Medaillensammler

Martin und Daniel Hubmann sind von der OL-Meisterschaft aus dem estnischen Tartu zurück. In ihrer Heimatgemeinde wurden sie weltmeisterlich empfangen und gefeiert. Und dies mit gutem Grund.

Christoph Heer
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Triumphfahrt im alten Triumph: Daniel und Martin Hubmann lassen sich von ihren Fans feiern. (Bild: Christoph Heer)

Triumphfahrt im alten Triumph: Daniel und Martin Hubmann lassen sich von ihren Fans feiern. (Bild: Christoph Heer)

Christoph Heer

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Für Daniel Hubmann ist es bereits seine 24. WM-Medaille, sieben davon sind golden. So auch seine neueste Errungenschaft. Diese erkämpfte sich der 34-jährige Eschliker vor gut einer Woche in Estland in der Disziplin Sprint. Mit einem Vorsprung von lediglich drei beziehungsweise fünf Sekunden verwies er die nächstplatzierten Konkurrenten auf die Plätze zwei und drei. Dass er dabei zu den älteren Semestern gehört, ist er sich bewusst. So sagte er in einem Interview, dass er auch in seinem fortgeschrittenen Alter mit der aufkommenden und jungen Konkurrenz mithalten könne.

«Meine Motivation nehme ich auch aus dem Wissen, dass das Dorf Eschlikon hinter mir steht», sagte Daniel Hubmann beim Empfang in seiner Heimatgemeinde Eschlikon am Sonntagabend. «Immer wieder gibt mir das einen positiven Schub. Und wenn dann zum Empfang so viele Freunde und Fans da sind, weiss man, das Richtige getan zu haben.»

In der Tat füllte sich die Festwirtschaft auf dem elterlichen Hof gut. Schliesslich wollte man «seinen» Goldjungen feiern. Daniel Hubmann blickte in seiner Ansprache kurz zurück und sagte, dass ihm die Gemeinde viel mit auf den Weg gegeben habe. «Hier in dieser tollen Umgebung im Hinterthurgau aufzuwachsen, legte die Basis für meine erfolgreiche Karriere.»

Daniels jüngerer Bruder Martin strahlte derweil mit seiner bronzenen Medaille um die Wette. Hinter Schweden und Dänemark klassierte er sich mit seinen OL-Kolleginnen und -Kollegen in der Kategorie Sprint-Staffel auf dem dritten Platz. «Es lief mir dabei in diesem Rennen nicht wie gewünscht, aber doch noch auf den dritten Platz gekommen zu sein, freut mich ungemein», sagt er. Martin Hubmann betonte, dass das Gelände in Estland vor allem physisch viel abverlangte. «Im Staffelrennen erlebte ich ein Auf und Ab, wählte eine falsche Route und kam so ins Hintertreffen. Ein weiterer Fehler kostete noch mehr Zeit, aber unsere Schlussläuferin holte noch einmal die Kohlen aus dem Feuer.» Was zählt, sind die Medaillen, und diese haben sich die Eschliker Aushängeschilder verdient.

Hubmänner sorgen für positive Schlagzeilen

An der Empfangsfeier überbrachte Gemeinderat Bernhard Braun die Glückwünsche aus der Politik. Mit dabei waren zudem Peter Bär, Chef Thurgauer Sportamt, und Martin Koster. Präsident des Hubmann-Fanclubs, «Es ist toll, wie der Name Hubmann immer wieder für positive Schlagzeilen sorgt», sagte Peter Bär. Bernhard Braun betonte, wie stolz die Gemeinde auf die OL-Superstars sei.

Die Orientierungslauf-Familie feierte mit ihren beiden Helden in die Nacht hinein, wobei der Grill und die Getränkeausgabe Hochkonjunktur hatten.