Es wäre viel mehr möglich gewesen

Der FC Uzwil entledigt sich seiner «Pflichtaufgabe» gegen den Tabellenletzten FC St. Margrethen in der 2. Liga inter souverän und siegt 5:1 (3:0)

Urs Nobel
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Der Uzwiler Emilio Simeone (gelb) genoss auf seiner Seite viele Freiheiten. (Bild: Urs Nobel)

Der Uzwiler Emilio Simeone (gelb) genoss auf seiner Seite viele Freiheiten. (Bild: Urs Nobel)

Nach etwas mehr als zehn Minuten skorte David Levi zum ersten Mal. Die Rheintaler reklamierten eine Offside-Position des Schützen. Zehn Minuten später stand wiederum Levi nach einem Eckball richtig und erhöhte zum 2:0. Diesem Tor gingen etliche Möglichkeiten voraus, die schon früher hätten zu Toren führen können. Die Uzwiler Spitzen standen extrem weit vorne, wurden in die Tiefe geschickt, um durch die erhobene Fahne des Assistenten aus dem Abseits zurückgepfiffen zu werden.

St. Margrethen – nur mit elf Spielern angetreten – erwies sich trotz einigen guten Einzelspielern als der erwartet schwache Gegner. Nach dem 2:0 glänzten sie fast das ganze Spiel hindurch nur durch lautstarkes Reklamieren. Als grösster Sünder erwies sich dabei Dorde Duvnjak.

Gäste gaben sich früh geschlagen

Ein weiterer Uzwiler Treffer (Nushi) führte dazu, dass sich die Gäste bereits zur Pause aufgaben. Dies nutzten die Gastgeber anfangs zweitem Umgang zu einem regelrechten Schaulaufen aus. Sie nahmen den Gegner buchstäblich auseinander, spielten dabei auch manchmal sich selber schwindlig. Tore gab es dennoch welche, Nushi traf zum 4:0 und der lange mit einer Torflaute kämpfende Obrist traf nach einer schönen Einzelleistung zum 5:1. Dies war bereits das Schlussresultat.

Damit gab sich seine Mannschaft offenbar zufrieden und gewährte in der Folge ihrem Gegner auch noch einige Spielanteile und auch Tormöglichkeiten. Die schwächere Leistung in der letzten Viertelstunde wäre unnötig gewesen.

Der FC Uzwil realisierte zwar einen hohen Sieg, doch Trainer Sven Schneider war keineswegs nur zufrieden mit der Leistung seines Teams: «Am wichtigsten waren heute die drei Punkte, die haben wir verdient. Ein hoher Sieg ist zwar schön. In diesem Fall hätte er aber sogar höher ausfallen müssen. Es war ein schwierigeres Spiel, als es den Anschein erweckte, und deshalb kam manchmal auch das Spielerische zu kurz. Gegen den Tabellenletzten ist es immer schwierig zu spielen. Es war ein Kopfspiel, das wir jedoch zu unseren Gunsten entscheiden konnten.»

FC Uzwil: Gähwiler; Lanker, Hürlimann (85. Palmieri), Nushi, Levi (82. Holenstein), Obrist, Velickovic, Nagel, Keller (65. Di Nunzio), Simeone, Studer.