Es wäre mehr als ein Remis möglich gewesen

Die NLB-Frauen des FC Kirchberg spielten auswärts in Zollikofen 2:2 unentschieden. Zur Pause führten die Alttoggenburger- innen aber noch.

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FUSSBALL. Nachdem die Kirchberger Fussballerinnen zwei Partien in Serie mit 3:0 für sich entscheiden konnten, waren die Erwartungen gegen Aufsteiger Zollikofen hoch. Mit einem Sieg hätten die sich gegen hinten etwas Luft verschaffen können. Die Equipe von Trainer Marcel Engetschwiler kam jedoch nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Das Schlussresultat entsprach nicht unbedingt dem Spielverlauf. Wären die Chancen auf Seiten der Gäste besser ausgenutzt worden, hätten sie sich am Ende drei Punkte gutschreiben lassen können.

Blitzstart hingelegt

Obwohl sich die St. Gallerinnen von der Aggressivität des FC Zollikofen überraschen liessen, verbuchten sie den ersten Treffer. Manuela Beerli spielte einen Rückpass, den sowohl Freund als auch Feind verpassten. Lediglich Martina Sätteli stand goldrichtig. Direkt knallte sie das Leder von der Strafraumgrenze in die Maschen zum 1:0. Ein grober Fehler in der Defensive führte allerdings kurz darauf zum Ausgleich. Die Kirchberger Innenverteidigerin verlor den Ball vor dem eigenen Strafraum. Die Berner Stürmerin liess sich nicht zweimal bitten und traf zum 1:1.

Besonders in der ersten Halbzeit mangelte es beim Gästeteam an Selbstvertrauen. Es operierte häufig mit hohen Bällen, die auf dem nassen Terrain nur selten ankamen. In der schwächsten Phase des FCK verletzte sich zudem Flügelstürmerin Caroline Maus am Knie. Kurz vor der Pause gelang den Kirchbergerinnen erneut der Führungstreffer. Auf Pass von Désirée Drittenbass schob Bettina Peter ins weite Eck ein.

Sieg aus der Hand gegeben

Ähnlich wie in der ersten Halbzeit, wirkten die Toggenburgerinnen im zweiten Umgang nervös und unsicher. Trotzdem verzeichneten sie insgesamt mehr Ballbesitz und erarbeiteten sich die zwingenderen Chancen. Sie hätten mehrmals die Möglichkeit gehabt, den Sack zuzumachen. In der 80. Minute lief eine gegnerische Stürmerin alleine auf Torhüterin Sabrina Tinner zu. Diese erwischte Ball und Gegner, woraufhin der Schiedsrichter auf Penalty entschied. Der Szenerie ging zwar ein Abseits voraus, welches der Unparteiische jedoch ignorierte. Den Strafstoss verwandelten die Bernerinnen zum 2:2 Schlussresultat. «Heute wäre ein Sieg klar dringelegen und auch verdient gewesen», sagte Angela Baumli nach dem Spiel. (bep.)

FC Kirchberg: Sabrina Tinner; Nadine Scherrer, Sandra Dal Molin, Seraina Ruckstuhl, Ronya Böni; Sereina Gemperle, Bettina Peter, Martina Sätteli (65. Andrea Peter), Désirée Drittenbass (85. Adriana Forrer), Manuela Beerli, Caroline Maus (40. Angela Baumli).