Es riecht immer noch nach Rauch

FLAWIL. Nach dem Brand und der Evakuierung kehrt der Alltag in das Spital Flawil zurück. Die Folgen sind aber noch immer spürbar, der Rauchgeruch hängt noch immer im verrussten Raum. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Vivien Steiger
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Grossaufgebot der Feuerwehr beim Brand vom Dienstagmorgen im Spital Flawil. Die Ursache ist noch unbekannt. (Bild: vs)

Grossaufgebot der Feuerwehr beim Brand vom Dienstagmorgen im Spital Flawil. Die Ursache ist noch unbekannt. (Bild: vs)

Am Dienstagmorgen ist es im Westflügel des Spitals Flawil zu einem Brandausbruch unter dem Eingang zur Notfallstation gekommen. Verletzte Personen gab es keine. 17 Patienten wurden vorübergehend aus Sicherheitsgründen in andere Zimmer verlegt, konnten aber am Mittag bereits wieder ihre ursprünglichen Zimmer beziehen. Auch die während des Einsatzes geschlossene Notfallaufnahme konnte nach drei Stunden wieder geöffnet werden. «Der übrige Spitalbetrieb war nicht beeinträchtigt», erklärt Philipp Lutz, Medienbeauftragter des Kantonsspitals St. Gallen auf Anfrage. Die Operationen konnten alle durchgeführt werden, das Mittagessen kam rechtzeitig.

Ambulante Behandlungen

Der Luftschutzraum unter dem Eingang der Notfallstation, der als Lagerraum genutzt wurde, sei vollständig ausgebrannt, sagt Philipp Lutz weiter. Er wisse allerdings nicht genau, was dort gelagert worden sei. «Während des Einsatzes der Feuerwehr ist die Aufrechterhaltung des Alltagsgeschäfts ruhig abgelaufen. In den anderen Bereichen hat man weniger mitbekommen. Teilweise wurden ambulante Termine verschoben.» Laut Katrin Staub, Leiterin Pflege des Spitals Flawil, kann man den Rauch noch riechen, wenn man von draussen das Spital betritt. Der verrusste Raum kann noch nicht gereinigt werden, deshalb sei der Rauch wahrnehmbar. Allerdings habe sich keiner der Patienten wegen des Rauchs an das Pflegepersonal gewandt. Wegen dieses Restrauchs herrsche aber keine Gefahr für die Patienten und Mitarbeiter.

Brandursache ungeklärt

Eine externe Reinigung hat den Korridor gesäubert, nachdem die Feuerwehr ihren Einsatz beendet hatte. 50 Angehörige der Feuerwehr des Sicherheitsverbundes Region Gossau (SVRG) waren sehr schnell vor Ort. Für das Absaugen des starken Rauchs wurden sie durch grössere Gerätschaften der Berufsfeuerwehr St. Gallen unterstützt. «Die Brandursache ist noch unbekannt und wird durch den kriminaltechnischen Dienst der Kantonspolizei St. Gallen abgeklärt», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Die Schadenhöhe an Räumlichkeiten und Material könne ebenfalls noch nicht beziffert werden.