«Es passt nicht ins Ortsbild»

Der Thurgauer Heimatschutz erhebt gegen das Projekt für die Renovation des Restaurants Engel und den Neubau der Engelscheune in Münchwilen Einsprache.

Ursula Ammann
Drucken
Teilen
Ein geschütztes, aber unbrauchbares Gebäude mache keinen Sinn, sagt Gemeindeammann Guido Grütter. (Bild: Nana do Carmo)

Ein geschütztes, aber unbrauchbares Gebäude mache keinen Sinn, sagt Gemeindeammann Guido Grütter. (Bild: Nana do Carmo)

MÜNCHWILEN. Das eingegebene Bauvorhaben passe nicht ins Ortsbild und sei deshalb nicht bewilligungsfähig: so lautet grob zusammengefasst der Inhalt der Einsprache, die der Thurgauer Heimatschutz gegen die Planvorlage betreffend Renovierung des Restaurants Engel und den Neubau der Engelscheune einreichte.

Es ist die einzige Einsprache, die bei der Gemeinde Münchwilen eingegangen ist. Die Planauflage ist am letzten Donnerstag abgelaufen. Da jeweils das Datum des Poststempels gilt, konnte die Gemeinde erst gestern eine verbindliche Auskunft erteilen.

Keinen Wakkerpreis gewinnen

Es sei das gute Recht des Thurgauer Heimatschutzes, Einsprache zu erheben, sagt Guido Grütter, Gemeindeammann von Münchwilen. Der Gasthof Engel sei jedoch kein Gebäude mit nationaler Bedeutung. «Es macht keinen Sinn, wenn ein Gebäude im Dorf steht, das zwar geschützt, aber dafür nicht brauchbar ist», betont er. «Münchwilen muss schliesslich nicht den Wakkerpreis gewinnen.» Das Interesse der Bevölkerung bestehe darin, dass sich jetzt endlich etwas tue mit dem «Engel», hält Guido Grütter fest. Der teils stark verwitterte Gasthof gilt als Schandfleck im Dorf.

Realisierung im nächsten Jahr?

Bauherr und Einsprecher werden nun von der Gemeinde an einen runden Tisch gebeten. Dies mit dem Ziel, eine Lösung zu finden. Zeichnet sich nach nützlicher Frist keine Einigung ab, so hat die Gemeinde einen Entscheid zu fällen. Sie kann das Bauvorhaben entweder ablehnen, genehmigen oder mit Auflagen genehmigen.

«Ich hoffe sehr, dass eine gute Lösung gefunden und im Verlauf des nächsten Jahres mit der Realisierung begonnen werden kann», sagt Guido Grütter.

Aktuelle Nachrichten