«Es ist die Rede von Filz»

Philipp Haag
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Wil Die Stadt Wil hat Anfang Jahr in der Altstadt ein Infocenter eröffnet. Dieses löste die von Wil Tourismus betriebene Tourist Info beim Bahnhof ab. Die Verlegung der Infobüros war mitunter ein Grund für die monatelange Auseinandersetzung des Stadtrats mit dem Vorstand des Vereins.

Die Besetzung des Infocenters mit Ruedi Schär, notabene vormaliger Interimspräsident von Wil Tourismus, führte dazu, dass die Fronten nicht mehr nur verhärtet, sondern unüberbrückbar wurden. Schärs Anstellung stiess auf Unverständnis. Auch im Parlament, was sich u. a. in einer Interpellation vom Marc Flückiger (FDP) äusserte.

An der Parlamentssitzung vom Donnerstagabend rechtfertigte Stadtpräsidentin Susanne Hartmann nochmals die Besetzung des Infocenters mit Schär. Er sei die geeignetste Person. «Der Stadtrat hat sich beim Entscheid auf sachliche Argumente gestützt.» Sie sprach von einer Übergangslösung, bei der das Wissen und das Know-how von Schär beim Aufbau der Stelle genutzt werden und an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger transferiert werden.

Für Marc Flückiger hat die Stadtpräsidentin die Chance verpasst, «zuzugeben, dass man es hätte besser machen können». Er attestierte Susanne Hartmann fehlendes Fingerspitzengefühl und mangelhafte Kommunikation. Er kritisierte das Vorgehen. Flückiger mutmasste, dass von Anfang an fest stand, dass Schär den Zuschlag erhalte. Er vermutet, dass das «Konzept Ruedi Schär» früh entschieden und verfolgt, aber gegen aussen nicht kommuniziert worden sei. Flückiger ist der Meinung, die Stadtpräsidentin stehe nun in einem schlechten Licht da. «Es ist die Rede von Filz.»

Philipp Haag

philipp.haag@wilerzeitung.ch