Es ist Christstollen-Zeit

Der Christstollen war einst ein Weihnachtsgeschenk für den Bischof. An der Form des Kuchens hat sich bis heute nichts verändert, sie soll an das gewickelte Jesuskind erinnern.

Drucken
Teilen

Der Christstollen war einst ein Weihnachtsgeschenk für den Bischof. An der Form des Kuchens hat sich bis heute nichts verändert, sie soll an das gewickelte Jesuskind erinnern.

Ausser diesen traditionellen Weihnachtsstollen gibt es natürlich noch eine Vielzahl anderer, wie beispielsweise Marzipanstollen, Mandel- und Butterstollen, Mohnstollen, Nussstollen oder Quarkstollen. Die Zutaten variieren immer wieder, einen sehr hohen Butteranteil haben jedoch alle Stollen.

Die Stollen werden aus einem schweren Hefeteig hergestellt, dem Rosinen, Zitronat und Orangeat beigemischt sind. Nach dem Backen wird der Christstollen mit flüssiger Butter übergossen und dick mit Puderzucker bestäubt. Diese Prozedur wird drei- bis viermal wiederholt, bis eine dicke, weisse Zuckerschicht den Stollen umgibt.

Noch ein kleiner Tip: Ich weiss aus Erfahrung, dass der Christstollen zwar wunderbar schmeckt, jedoch manchmal etwas bruchanfällig ist. Das liegt, so eine gute Kollegin, die uns jedes Jahr einen wunderbaren Christstollen schenkt, an den «besoffenen» Rosinen. Die Rosinen werden nämlich über Nacht in Rum getränkt. Die Kollegin gab mir den Tip, die Rosinen vorher mit Mehl zu bestäuben.

Und nun duftet es bei mir herrlich. Ich habe nämlich einen Christstollen im Ofen, den muss ich unbedingt probieren, obwohl ich der Meinung bin, je mehr Tage der Christstollen auf dem Buckel hat, desto besser schmeckt er.

Erich Berger, prämierter Koch und Vorstandsmitglied bei Gastro Hinterthurgau, betreibt eine Kochschule in Münchwilen. Fragen, Anregungen? info@bergers-kochart.ch www.ritterschmaus.ch