Es brennt im Gemeindehaus

Die Einsatzübung der Feuerwehr Fischingen und des Samaritervereins Dussnang-Oberwangen verlief am Samstagmorgen effizient. Die Buben staunten.

Maya Heizmann
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DUSSNANG. Als aus dem zweiten Stock im Gemeindehaus in Dussnang Rauch aus den Fenstern drang staunten einige Buben, denn der Feuerwehreinsatz versprach ein Spektakel zu werden. Nach der Auslösung des Alarms war die Feuerwehr mit dem Tanklöschfahrzeug und dem Atemschutzfahrzeug schnell bei der Brandstelle.

Als erstes mussten Verletzte aus dem Gebäude gerettet werden. Vier Feuerwehrleute drangen mit Atemschutzgeräten über die Leiter ins Gemeindehaus ein. Im dichten Rauch wurden zwei Figuranten aufgefunden. Daniel Stump und Daniel Böhi wurden gesichert über den Balkon gerettet. Danach erhielten sie im Verwundetennest der Samariter Erste Hilfe. Da der Verdacht auf eine Rauchvergiftung bestand, wurde ihnen Sauerstoff zugeführt.

400-Meter-Leitung verlegt

Eine 400 Meter lange Wasserschlauchleitung wurde von der Post bis zum Gemeindehaus gelegt. Zudem musste die Nachbarliegenschaft des Gemeindehauses vor einem Übergreifen des Feuers mit einem Wasservorhang geschützt werden. Die drei wichtigen Punkte, retten, löschen und Umweltschaden vermeiden, wurden von den Feuerwehrmännern fachgerecht ausgeführt. «Die Übung verlief gekonnt und effizient», sagten Einsatzleiter Pascal Dättwyler und Feuerwehrkommandant Norbert Meile.

Im Feuerwehrdepot konnte man sich im Anschluss im Werkhofbeizli «Zum nassen Schlauch» verpflegen lassen. Mitglieder des Samaritervereins Dussnang-Oberwangen informierten über Kurse und Jahresprogramm. Am Feuerwehr-Flohmarkt wurden einige Schnäppchen angeboten. Ein Liebhaberobjekt war eine rote Motorspritze aus dem Jahre 1930, die mit einem frischrenovierten Motor versehen war. Weiter lockten Motorspritzen, zwei alte Hydranten, diverse Strahlrohre, antike Feuerwehrhelme und sogar eine Feuerwehrleiter die Besucher zum Kauf.

Hilfe für abgelegene Höfe

Die Feuerwehr Fischingen ist für die flächenmässig grösste Gemeinde im Kanton Thurgau zuständig. Für die Sicherheit der Bevölkerung leisten zurzeit 84 Männer Feuerwehrdienst. 8- bis 14mal wird die Feuerwehr pro Jahr zu Hilfeleistungen aufgeboten. Dazu gehören Mensch-und Tierrettungen, Brandereignisse, Sturmschäden, Hochwasser, Wasserverschmutzungen und Verkehrsregelungen. Mit dem Tanklöschfahrzeug, dem Atemschutzfahrzeug und einer Wasserschlauchleitung von 1200 Metern ist Hilfe auch für die abgelegenen Höfe gewährleistet.