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«Es braucht einen Mäzen»

Nachgefragt

Die Challenge League wird ihrem Ruf als Pleiteliga immer mehr gerecht. Seit Einführung der Zehnerliga im Sommer 2012 ist in sechs Saisons einzig der FC Locarno sportlich abgestiegen. Nach dem Bekanntwerden des Rückzugs des FC Wohlen ist der FC Wil gerettet, obwohl er die rote Laterne in Händen hält. Trotzdem äussert Präsident Maurice Weber Kritik an der Liga und am Verband.

Ist der Rückzug des FC Wohlen aus Wiler Sicht Fluch oder Segen?

Sportlich ist es gut, dass wir schon jetzt eine Mannschaft für nächste Saison aufbauen können. Es ist aber schade, dass die Swiss Football League Klubs, welche mit jungen Akteuren spielen, nicht besser unterstützt. Vereine mit genug Geld werden bevorzugt.

Was muss aus Ihrer Sicht gemacht werden?

Es braucht mehr Augenmass mit den gestellten Auflagen. Bestes Beispiel ist der Fall Wohlen mit den Stühlen und Lichtern im Stadion. Als in den Jahren 2012 und 2013 unser neues Stadion gebaut wurde, hat man uns gesagt, Wohlen sei das Musterstadion für uns. Im Jahr 2017 hätte man nun schon alles anders machen müssen als in Wohlen. Wenn man solche Sachen sieht, ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Klubs gegen Auflagen wehren.

Was fordern Sie von der Liga und vom Verband?

Man müsste Klubs wie Wohlen und Le Mont besser stützen. Für junge Spieler ist ein familiäres, beschauliches Umfeld genau das richtige, um an das Profitum herangeführt zu werden. Wenn die Swiss Football League und der Schweizerische Fussballverband die Challenge League als Ausbildungsliga deklarieren wollen, dann müssen sie die Rahmenbedingungen besser setzen. Es braucht mehr Geld für Klubs, die nachweislich mit jungen Spielern arbeiten, statt diese mit Auflagen zu malträtieren.

Wird es künftig überhaupt noch zehn Klubs geben, die in der zweithöchsten Liga spielen wollen?

In der Challenge League braucht es derzeit einen Mäzen, um überleben zu können. In Deutschland oder Österreich werden ganz andere Beträge an die Klubs ausbezahlt. Damit kann dort die Nachwuchsarbeit geschützt werden, was wiederum für das Land wichtig ist. (sdu)

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