Es bleibt bei der Schiene

Die Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB) hat den ersten von fünf neuen Triebwagen erhalten. Bis zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember will sie zur modernsten Bahn der Ostschweiz werden.

Hans Suter
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WIL. Anstelle neuer Triebwagen hätten es ebenso gut Busse sein können. Die Studie «Bahn oder Bus im Murgtal?» kam Ende 2006 aber zum Schluss, die Bahn biete die beste Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Frauenfeld und Wil.

Für Bahn statt Bus entschieden

Der Thurgauer Regierungsrat Kaspar Schläpfer sagte am Donnerstagabend nach der 126. Generalversammlung der FWB bei der Taufe des ersten neuen Triebzugs: «Die Bahn weist bei der Beurteilung des volkswirtschaftlichen Nutzens, der Angebotsqualität, der Auswirkungen auf die Umwelt und der Standortqualität des Murgtals Vorteile auf.» Für die Bahn sprächen insbesondere die kürzere Reisezeit, die höhere Fahrplan-Stabilität, der bessere Fahrtkomfort sowie weniger Luftschadstoffe und geringerer Energieverbrauch. «Der Regierungsrat entschied darauf, das Murgtal auch weiterhin mit der Bahn zu erschliessen», sagte Schläpfer. Der FWB-Verwaltungsrat um Präsident Bruno Gähwiler nahm sich in der Folge der Empfehlung der Thurgauer Regierung an, die lautete: «In den Jahren 2012/2013 ist das bestehende Rollmaterial durch moderne, klimatisierte, behindertengerechte und im Betrieb wirtschaftliche Fahrzeuge zu ersetzen.» Im Evaluationsverfahren entschied sich die FWB für den Niederflur-Gelenktriebzug ABe 4/8 der Firma Stadler von Peter Spuhler. Der erste von fünf Triebwagen wurde am Donnerstag auf den Namen Frauenfeld getauft (Wiler Zeitung von gestern). Die weiteren vier Fahrzeuge erhalten die Namen Wil, Münchwilen, Wängi und Matzingen.

Modernste Bahn

Bis zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember sind alle neuen Fahrzeuge ausgeliefert. «Das macht die FWB zur modernsten Bahn der Ostschweiz», sagte Thomas Baumgartner, Direktor der Appenzeller Bahnen (AB) und der FWB. Der Kostendeckungsgrad der FWB beträgt 53 Prozent.