Erweiterung verzögert sich

An der Hauptversammlung der Heilpädagogischen Vereinigung Gossau-Untertoggenburg-Wil orientierte Präsident Werner Walser über die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Bauvorhaben.

Bea Näf
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Die Platzverhältnisse in den Werkstätten sind eng geworden – deshalb ist ein Neubau in Niederuzwil geplant. (Archivbild: Philipp Stutz)

Die Platzverhältnisse in den Werkstätten sind eng geworden – deshalb ist ein Neubau in Niederuzwil geplant. (Archivbild: Philipp Stutz)

Uzwil. Den gelungenen rhythmischen Auftakt zur Mitgliederversammlung bot die Trommlergruppe der Heilpädagogischen Vereinigung (HPV) unter der Leitung von Stefan Hengartner.

Obwohl der Projektwettbewerb für die Erweiterung der Heilpädagogischen Schule in Flawil am 14. November 2008 abgeschlossen werden konnte, verzögert sich der Verlauf des Projekts. Immerhin sei der Weg nun frei für das Vor- und Detailprojekt, erläuterte Präsident Werner Walser.

Die HPV müsse die Vorfinanzierung von 750 000 Franken übernehmen, weil das Bildungsdepartement des Kantons St. Gallen den Finanzierungsmodus geändert habe. Von der HPV werde, im Gegensatz zu früher, ein Selbstfinanzierungsanteil erwartet. Erst nach Vorliegen des Ausführungsprojektes entscheide das Bildungsdepartement über den Beitrag an die Projektierungskosten.

Menschen im Mittelpunkt

Im Jahresbericht betonte Walser, dass die individuelle Betreuung und Förderung der Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Zentrum stünden. Wo Menschen wohnten, zur Schule gingen und arbeiteten, herrsche rege Bewegung. Das Ziel sei die Gewährleistung eines möglichst selbständigen Wohn- und Arbeitsalltags für Menschen mit Behinderungen.

Die HPV sei in ihrer Vielfalt und Komplexität im wahrsten Sinne des Wortes eine immerwährende «Baustelle», in welcher sich sowohl die Mitarbeitenden als auch die Menschen mit Behinderungen wohl fühlen sollten. Von Seiten der Verantwortlichen werde alles unternommen, um den ihnen anvertrauten Menschen das Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln. Das gute Betriebsklima sei ohne Zweifel mit ein Grund, dass gerade im letzten Jahr verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre langjährige Berufstätigkeit geehrt werden durften, hob Walser hervor.

Werkstätten zentralisieren

Nebst dem Erweiterungsbau der HPS in Flawil soll auch in Uzwil gebaut werden. Vor einem Jahr beschloss die Mitgliederversammlung den Kauf eines Grundstücks im Hirzen in Niederuzwil. Auf diesem Grundstück sollen die Werkstätten zentralisiert werden. Die Vorbereitungen für den Projektwettbewerb sind angelaufen. Intensiv vorangetrieben wurde gemäss den Ausführungen des Präsidenten das Projekt Umbau Wohnheim Buecherwäldli. Das Vorprojekt wurde an das Amt für Soziales eingereicht.

Die HPV gehe davon aus, dass in Zukunft jene Menschen im Wohnheim leben könnten, für welche die Aussenwohngruppen nicht geeignet seien.

Klare Zustimmung

Die Jahresberichte der Bereichsleitungen wurden ebenso einstimmig gutgeheissen wie die Jahresrechnung 2009, welche mit einem Defizit von 248 625 Franken abschloss. Das Budget 2010 rechnet mit einem Gesamtaufwand von 24,1 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 23,89 Millionen Franken. Das Budget 2010 wurde vom Bildungsdepartement des Kantons St.

Gallen und vom Amt für Soziales des Kantons St. Gallen bereits vorgängig genehmigt. Die Mitgliederversammlung genehmigte es einstimmig.

Dank an Mitarbeiter

Werner Walser dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für das engagierte, kompetente Wirken im Dienste der Menschen mit Behinderung. In seinen Dank schloss er die zahlreichen Spenderinnen und Spender ein, welche die Institution auch im letzten Jahr unterstützt haben.

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