Erweiterung Hallenbad Bütschwil: Lütisburg stellt sich quer

Der Sanierung des Hallenbades hat die Gemeinde zugestimmmt, die geplante Erweiterung lehnt sie jedoch ab.

Tobias Söldi
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Der Sanierungsbedarf beim Hallenbad in Bütschwil ist unbestritten.

Der Sanierungsbedarf beim Hallenbad in Bütschwil ist unbestritten.

Der Verwaltungsrat des Zweckverbandes Hallenbad Bütschwil will das Hallenbad sanieren und erweitern. Kostenpunkt: insgesamt 6,5 Millionen Franken, davon 1277000 Franken für die Sanierung. Die Gemeinderäte der Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Oberhelfenschwil und Mosnang haben diesem Vorhaben im Grundsatz zugestimmt. Nur Lütisburg stellt sich quer.

Im aktuellen Mitteilungsblatt heisst es:

«Der Gemeinderat Lütisburg hat den Sanierungsmassnahmen zugestimmt, lehnt jedoch die Erweiterung im geplanten Umfang ab. Eine massvolle Erweiterung kann sich der Gemeinderat Lütisburg zu einem späteren Zeitpunkt allenfalls vorstellen.»

Diese Haltung vertritt das Gremium seit März 2018.

Die eigenen Projekte prioritär behandeln

Der Lütisburger Gemeinderat befürchtet, dass die geplanten Erweiterungen zu einem höheren Betriebs- beziehungsweise Defizitbeitrag der beteiligten Verbandsgemeinden führen. Die Gemeinde will aber die bevorstehenden grösseren Investitionsvorhaben im Dorf, namentlich den Erweiterungsbau des Schulhauses und die neue Sporthalle, prioritär behandeln, so der Gemeinderat.

Weiter kritisiert er in der Mitteilung das Vorgehen des Verwaltungsrates, der trotz negativen Bescheids aus Lütisburg die Planungsarbeiten fortgesetzt hat.

«Die Beschlüsse des Gemeinderates wurden ignoriert.»

Zudem seien die Kosten für die Erweiterungsmassnahmen von ursprünglich 2,57 Millionen Franken auf 5,187 Millionen Franken angestiegen.

«Das Projekt nahm in der Folge andere Dimensionen an.»

Die Sanierung betrifft die Klima- und Lüftungsanlage, die Betonstruktur der Gebäudehülle und die Badewassertechnik. Die Erweiterung beinhaltet Wasserspielmöglichkeiten im Kinderbereich, eine Aufenthaltsfläche beim Kinderplanschbecken für Eltern und Begleitpersonen sowie ein Multifunktionsbecken von 80 bis 100 Quadratmetern. Die Vergrösserung der Wasserfläche sei nötig, um den sich anbahnenden Platzproblemen durch das im Lehrplan 21 vorgeschriebene Schulschwimmen zu begegnen.

Informationsveranstaltung zum Projekt

Um die Pläne umzusetzen, braucht es die Zustimmung aller am Zweckverband beteiligten Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Mosnang, Lütisburg und Oberhelfenschwil. Sie tragen die Kosten gemeinsam. Das letzte Wort hat aber gemäss Karl Brändle, Präsident des Verwaltungsrates, die Bürgerschaft. Stimmte Lütisburg oder eine der anderen beteiligten Gemeinde gegen das Projekt, fiele es wortwörtlich ins Wasser.

Am Donnerstag, 16. April, lädt der Verwaltungsrat deshalb zu einer öffentlichen Infoveranstaltung. Diese findet um 19.30 Uhr im Kantonalen Zivilschutzzentrum Breite in Bütschwil statt. 

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