Erstmals Mutationen in der Holzgesellschaft

An der 13. Generalversammlung der Genossenschaft Holz Mogelsberg wurde der Ganterschwiler Bauer Hansueli Keller einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Jakob Raschle erklärte nach 12jähriger Tätigkeit seinen Rücktritt.

Lara Abderhalden
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Die Mutationen: Tony Eberhard junior (1. v. l.) ersetzt seinen Vater Tony Eberhard (1. v. r.) als Kassier. Neuer Präsident wird Hansueli Keller (2. v. r.), zuvor hatte Jakob Raschle dieses Amt 12 Jahre lang ausgeführt. (Bild: zVg)

Die Mutationen: Tony Eberhard junior (1. v. l.) ersetzt seinen Vater Tony Eberhard (1. v. r.) als Kassier. Neuer Präsident wird Hansueli Keller (2. v. r.), zuvor hatte Jakob Raschle dieses Amt 12 Jahre lang ausgeführt. (Bild: zVg)

NECKERTAL. Seit der Gründung vor 12 Jahren ist Jakob Raschle Präsident der Genossenschaft Holz Mogelsberg. Noch nie gab es in der Geschichte der Organisation einen Wechsel in der Verwaltung, jetzt treten gleich zwei Verwaltungsmitglieder zurück. «Es ist Zeit für eine Veränderung und neuen Schwung», meint der abtretende Präsident. Das zweite abtretende Mitglied ist Kassier Tony Eberhard. Sein Nachfolger fällt nicht weit vom Stamm: Tony Eberhard junior übernimmt das Amt seines Vaters. Schon bis anhin hatte er bei vielen Projekten mitgeholfen. Der neue Präsident Hansueli Keller ist nur bei wenigen bekannt. «Ich habe das Amt nicht gesucht. Wenn ihr aber das Vertrauen in mich habt, bin ich bereit, diese Aufgabe anzunehmen», richtete er das Wort an die Mitglieder. Keller betreibt einen Bauernhof in Ganterschwil, besitzt 20 Rindviehgrosseinheiten und arbeitet sehr gerne in seinem Wald. «Mein Vater und ich haben früher das Holz noch mit einem Pferd aus dem Wald transportiert», erinnert er sich. Für den Bio-Bauer ist der Wald aber «nicht nur Holzlieferant, sondern auch Lebensraum für die Tiere und Pflanzen». Die Verbindung von Wald und Natur ist auch für Jakob Raschle sehr wichtig. «Wir möchten mit Projekten immer wieder auf die Wichtigkeit des Waldes als Lebensraum, als Naturspektakel aufmerksam machen.»

2011 weist die Genossenschaft einen guten Ertrag auf. 7086 Kubikmeter Holz wurden im In- und Ausland vermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Menge um über 2000 Kubikmeter zurückgegangen. Ein Grund dafür: der schwache Euro. «Ausländische Holzverarbeitungsbetriebe drücken mit günstigen Schnittwaren und Fertigprodukten in den Schweizer Markt. Um nicht noch mehr Marktanteile zu verlieren, entsteht der Preisdruck auf Rundholz», erklärt Jakob Raschle. Für gute Zahlen in der Bilanz sorgt das Blockhaus. 2011 wurden dadurch rund 17 000 Franken eingenommen. Diese Einnahmen kommen nun einem neuen Projekt zugute. In der Aachsäge bei Mogelsberg soll eine neue Holzschnitzel-Lagerhalle entstehen. Die bestehenden Lager sind laut Raschle «alt und müssen saniert werden», auch steige die Nachfrage nach Energieholz. Der Bau der neuen Halle soll voraussichtlich im Frühling starten. Bei diesem Projekt wird der ehemalige dem neuen Präsidenten noch tatkräftig unter die Arme greifen. Hansueli Keller hat daher noch etwas Zeit, sich das über Jahre erarbeitete Wissen seines Vorgängers anzueignen.