Erstes Klassentreffen der 93er

Die Gemeinden Bütschwil und Ganterschwil führten gemeinsam eine Jungbürgerfeier durch. Die jungen Erwachsenen aus beiden Gemeinden waren eingeladen, den Rega-Stützpunkt zu besichtigen und hernach eine Nachtessen zu geniessen.

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REGION. 29 junge Damen und Herren des Jahrganges 1993 folgten der Einladung der zwei Gemeinden an die gemeinsame Jungbürgerfeier, welche zuerst zum Rega-Stützpunkt in St. Gallen führte, wo Gemeindepräsident Karl Brändle aus Bütschwil die Jungbürgerinnen und -bürger begrüsste.

In fünf Minuten in der Luft

Dieser Stützpunkt war 1981 mit Heinz Enz gegründet worden, der auch mit viel Sachkunde den Rega-Betrieb, den 10 Mio. Franken teuren neuen Da-Vinci-Helikopter, die Rettungsgeräte und das medizinische Material vorstellte. Dank Nachtsichtgeräten ist der Flug auch nachts möglich. Im Einsatz sind immer ein Pilot, ein Arzt oder eine Ärztin und ein Rettungssanitäter. Bei Noteinsätzen muss der Heli fünf Minuten nach Eingang des Alarmes in der Luft sein. Die Alarmierung erfolgt über die Nummer 1414 bei der Zentrale in Zürich. Die Rega ist jene Rettungsorganisation, welche am meisten Destinationen auf der Welt anfliegt. Ein spannender Film stellte die vielfältigen Möglichkeiten der Rega vor.

Heinz Enz ermunterte die jungen Leute, der Rega als Mitglied beizutreten. Der Jahresbeitrag liegt bei 30 Franken für Einzelpersonen und bei 70 Franken für Familien. Als Gegenleistung verlangt die Rega keine Kostenbeteiligung bei Einsätzen im Dienste ihrer Mitglieder. Die Jahresaufwendungen von 135 Mio. Franken werden zu 45 Prozent aus Rückerstattungen von Rettungskosten und zu 55 Prozent aus Spenden finanziert.

Die Geschichte wiederhole sich

Anschliessend wurde den Jungbürgerinnen und -bürgern ein feines Nachtessen im «Rössli» in Dietfurt serviert. In seiner Ansprache stellte der Ganterschwiler Gemeindepräsident Othmar Gerschwiler Ereignisse des Jahres 1993 in Vergleich mit der heutigen Zeit. Die Geschichte wiederhole sich oft. Junge Leute würden deutlich weniger stark als ältere Jahrgänge an Abstimmungen teilnehmen. Dabei gehöre doch der Jugend die Zukunft und sie sei vor allem von Beschlüssen der Parlamente betroffen. Der Redner ermunterte die Teilnehmenden, die Politik kritisch zu hinterfragen und nicht einfach jene zu wählen, deren Kopf am meisten auf Plakaten und in Inseraten erscheine. Die Politiker sollen an ihren Handlungen gemessen werden. Ein guter Mensch sei nicht jener, der alle Gesetze beachte. Othmar Gerschwiler rief dazu auf, die mitmenschlichen Werte wie Güte, Nächstenliebe, Ehrlichkeit und Achtung des Lebens in den Vordergrund zu stellen. Dann werde es in unserer Gesellschaft wieder wärmer und wir brauchten nicht immer mehr Sicherheitsleute, um Randalierer und Schläger in die Schranken zu weisen.

Zauberer Danini aus dem Rheintal begeisterte mit seinen Kunststücken: Wie bringt er es fertig, dass das Publikum Blätter mit Namen und Zeichnungen in ein Couvert steckt und Danini nachher wahrheitsgetreu den Inhalt offenlegen kann? Auch die Kartentricks bleiben ein Geheimnis.

Die «erste Klassenzusammenkunft» der Oberstufenschüler des Jahrganges 1993 ist bei der Jugend offenbar gut angekommen. (pd)

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