Erster Sieg gegen Rüti seit dem 29. April 2017: Der FC Uzwil gewinnt auswärts mit 4:0

Der FC Uzwil verteidigt seine Leaderposition in der 2. Liga interregional mit einem souveränen 4:0 in Rüti. Überragender Akteur ist Thomas Knöpfel, der zwei Treffer erzielt.

Tim Frei
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Kristian Nushi (in Blau) und der FC Uzwil liessen dem FC Rüti (in Rot) keine Chance.

Kristian Nushi (in Blau) und der FC Uzwil liessen dem FC Rüti (in Rot) keine Chance.

Bilder: Beat Lanzendorfer

Eine Serie würde reissen, das war vor dem Spiel klar: Entweder würden die Uzwiler den Fluch beenden und erstmals seit dem 29. April 2017 gegen Rüti in der Meisterschaft gewinnen. Oder ihr Lauf von sechs Siegen hintereinander in dieser Saison würde im Zürcher Oberland gestoppt. Dass der FC Uzwil ausgerechnet vom FC Rüti ausgebremst würde, war unwahrscheinlich. Denn gegen die Ostschweizer sprach wirklich nur eines – die Statistik.

Und so überraschte es wohl die wenigsten Zuschauer auf der Schützenwiese, dass Uzwil Streich Nummer sieben in Serie landete. Erstaunlich war vielmehr die Abgeklärtheit, mit der die Uzwiler diesen verdienten 4:0-Sieg holten. Rüti dagegen enttäuschte zum wiederholten Mal und schlittert nach der vierten Niederlage en suite so langsam aber sicher in die Krise.

Knöpfel macht eine gute Falle als Sturmspitze

Genauso bemerkenswert wie Uzwils Serie ist der formstarke Thomas Knöpfel, der aufgrund der gesperrten Angreifer Getuart Asani und Orcun Cengiz als Sturmspitze agiert. Gegen Rüti spielte der 36-Jährige zum vierten Mal hintereinander von Beginn an und erzielte auch zum vierten Mal mindestens einen Treffer. Beinahe wäre ihm der zweite Hattrick in dieser Saison gelungen. Weil ihm aber der Ball beim Gegenstoss versprang, musste er sich mit zwei Toren anfreunden.

Raul Stillhart und die Uzwiler waren für das Heimteam oft zu schnell.

Raul Stillhart und die Uzwiler waren für das Heimteam oft zu schnell.

Das schmälert seine Leistung keineswegs. Im Gegenteil: Dass Knöpfel viel Spielübersicht hat, ist kein Geheimnis. Aber nun beginnt er auch noch, besonders kaltblütig im Abschluss zu agieren. Die beiden Treffer in Rüti zum 2:0 und 3:0 – einmal mit dem Fuss, einmal per Kopf – waren seine Saisontore sechs und sieben. Knöpfel ist damit gemeinsam mit Amriswils Fabio Moser bester Torschütze in der Gruppe 6 der 2. Liga interregional.

Wie einst Pirlo: Nushi chippt Penalty frech in die Mitte

Den 1:0-Führungstreffer in der 21. Minute erzielte Zoltan Farkas per Foulelfmeter mit seinem vierten Tor in dieser Saison. Als Gefoulter übernahm er Verantwortung und verwandelte souverän. Nachdem Knöpfel mit seinem Doppelschlag auf 3:0 erhöht hatte, erhielten die Gäste einen weiteren Elfmeter zugesprochen – dieses Mal wegen eines Handspiels.

Zoltan Farkas brachte die Uzwiler in der 21. Minute per Foulelfmeter in Führung.

Zoltan Farkas brachte die Uzwiler in der 21. Minute per Foulelfmeter in Führung.

Und wie Kristian Nushi diesen Strafstoss verwandelte, war einfach frech: In die Mitte gechippt, wie einst Italiens Mittelfeldstratege Andrea Pirlo. Auch für Nushi war es das vierte Meisterschaftstor in dieser Saison. Nach der Pause hatte er zudem Pech, prallte sein Schuss doch an die Latte.

Während Uzwil nahtlos an die Leistungen aus den vergangenen Partien anknüpfte, machte Rüti nicht wirklich Werbung in eigener Sache. Rütis Harmlosigkeit zeigte sich etwa darin, dass das Heimteam nach 70 Minuten seinen ersten Torschuss abgab. Bei Uzwil war beeindruckend, wie stark nach Ballverlusten zurückgearbeitet wurde.

FC Rüti – FC Uzwil 0:4 (0:4)
Tore: 21. Farkas (Foulelfmeter) 0:1. 27. Knöpfel 0:2. 33. Knöpfel 0:3. 45. Nushi (Handelfmeter) 0:4.
Uzwil: Waldvogel; Hasler (46. Farago), Alija, Lanker, Ranisavljevic; Gülünay (83. Studer), Stillhart; Uetz (76. Marku), Nushi (72. Sbocchi); Farkas; Knöpfel (46. Lanzendorfer).
Bemerkungen: Uzwil ohne Anderes (Ausbildung), Asani, Cengiz (beide gesperrt), Koller (Ferien), Ebrahim (Aufbautraining).

Die Tabelle der 2. Liga interregional (Gruppe 6) finden Sie hier.