Erlöst vom teuflischen Fluch

In einer beeindruckenden Aufführung boten die ersten Klassen der Oberstufe Sproochbrugg das Andersen-Märchen «Die Schneekönigin» unter der Leitung von Musiklehrer Stefan Rankl. Es ist ein zeitloses Plädoyer für die Kraft der Liebe.

Vroni Krucker
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ZUCKENRIET. «Zurzeit wird das Märchen auch im Stadttheater St. Gallen aufgeführt. Es hat mich gereizt, diesen Stoff für die Schülerinnen und Schüler zu bearbeiten», erklärte Musiklehrer Rankl.

Das Märchen wurde mit grossem Aufwand geboten. Kostüme, Requisiten, Bühnenbild, Rollenverteilung und Musik hatte das Team selbst und gemeinsam vorbereitet, das Resultat beeindruckte. Locker, phantasievoll und präzise spielten die Akteure ihre Parts, wunderschön präsentierte sich die Schneekönigin. Verschiedene Instrumentalgruppen überzeugten mit abwechslungsreichen Darbietungen von Weihnachtsmelodien. Ein singendes Trio und eine Jazztanzgruppe verwöhnte ebenso wie der Chor. Zwei Erzählerinnen führten durch das Geschehen. Gemeinsam sangen Akteure und Publikum die Weihnachtslieder «Leise rieselt der Schnee» und «Oh Tannenbaum».

Das Märchen von Hans Christian Andersen erzählt auf poetisch-phantastische Weise von Freundschaft, Erwachsenwerden und den Gefahren einer unterkühlten Welt. Ein zeitloses Plädoyer für die Kraft der Liebe. Die Nachbarskinder Kay und Gerda geniessen im Sommer das gemeinsame Spielen und Träumen. Da wird Kay von Splittern des Zauberspiegels getroffen, der sein Herz in einen Eisklumpen verwandelt. Die vorbeifahrende Schneekönigin zieht ihn zu sich, die Kälte ihres Kusses tötet ihn beinahe. Er verfällt ihrer kalten Schönheit. Gerda macht sich mutig auf die Suche. Auf ihrer Reise muss sie vielen Verführungen widerstehen und durch Prüfungen Kraft in sich selbst finden, um Kay vom teuflischen Spiegelsplitter zu erlösen. Zuerst erkennt Kay seine Freundin nicht. Durch eine Berührung aber öffnet und wärmt sich sein Herz, und die beiden kehren glücklich heim.