ERFOLGSMODELL: Wo junge Talente gefördert werden

An der zweiten Delegiertenversammlung wird die IG Sport Uzwil auf zwei erfolgreiche erste Jahre zurückschauen. Unter anderem hat sie ein sportartenübergreifendes Training für Talente ins Leben gerufen.

Miranda Diggelmann
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Miranda Diggelmann

miranda.diggelmann@wilerzeitung.ch

Am 20. Februar findet bereits die zweite Delegiertenversammlung der IG Sport Uzwil statt. Gegründet wurde die IG vor zwei Jahren von Kathrin Germann mit Hilfe einer vierköpfigen Arbeitsgruppe. Zur Gründung inspiriert wurden die Uzwiler Sportvereine vor rund drei Jahren an einem Initialreferat von Norbert Thaler (IG Sport Gossau). In Zusammenarbeit mit etlichen Sportvereinen aus Uzwil und Umgebung konnte in kürzester Zeit schon vieles auf die Beine gestellt werden – so etwa ein wöchentlich stattfindendes sport­artenübergreifendes Training für Talente.

Im vielschichtigen Einsatz für den Sport

Der Erfolg der IG Sport Uzwil in den letzten beiden Jahren ist breit gefächert. «Wir sind gut gestar­tet und haben schon einiges erreicht», sagt Kathrin Germann, Präsidentin der IG Sport Uzwil. Nicht nur Schnuppertage für Sportinteressierte konnten bereits gelingen, sondern auch eine Sportlerehrung brachte der Verein über die Bühne. Ein Werbeprospekt für die Mitgliedervereine, in welchem jeder Verein ausführlich vorgestellt wird, konnte zusammengestellt werden. Die IG Sport Uzwil sei positiv überrascht, dass sie in solch kurzer Zeit schon Akzeptanz finden konnte. So antwortet Kathrin Germann auf die Frage nach allfälligen Mängeln: «Ich wüsste nicht, was wir verbessern könnten. Es läuft besser, als wir uns es zu Beginn erträumt hatten.» Ein Projekt der IG Sport Uzwil ist das sportartenübergreifende Training für Talente. Dieses findet seit Herbst 2015 jeden Freitagmittag in der Berufsschulhalle in Niederuzwil statt. Die Idee von gemeinsamen Trainingszielen kam von einigen Mitgliedervereinen und wurde letztlich von Kathrin Germann umgesetzt. Die Teilnehmer dieser ganz neuen Art von zusätzlichem Training sind alle zwischen 10 und 13 Jahre alt. Voraussetzung zur Aufnahme ist, dass die Kinder entweder eine Swiss Olympic Talent Card besitzen oder von ihrem Trainer empfohlen wurden. «Mit diesem neuartigen Konzept können Talente gezielt und zusätzlich gefördert und trainiert werden», sagt Kathrin Germann. Weitere Ziele des sportartenübergreifenden Trainings seien, dass den Kindern bewusst wird, dass alle Sportler die gleichen Ziele haben, dass ein Austausch zwischen verschiedenen Sportarten stattfinden kann und somit die Motivation für den eigenen Sport angeregt wird.

All die verschiedenen Sportarten unter einen Hut zu bringen, stellt man sich nicht einfach vor. Anscheinend sei dies aber gar nicht so schwierig. «Wir setzen dort an, wo Gemeinsamkeiten auftreten. Also trainieren wir die Talente in der Kondition, in der mentalen Stärke, in der Koordination und in der Wettbewerbsvorbereitung», erklärt Kathrin Germann.

Verschiedenste Sportarten sind vertreten

Derzeit nehmen neun Kinder am sportartenübergreifenden Training teil – vier Mädchen und fünf Buben. Sie vertreten die Sportarten Badminton, Eishockey, Judo und Motocross – bunt durchmischt also. Und trotzdem funktioniere es irgendwie, sagt Kathrin Germann. «Solange die Nachfrage besteht, sehe ich eine positive Zukunft für dieses Projekt.» Die Teilnehmerzahl würde variieren, da die Talente sich jeweils für ein Quartal anmelden. Pro Quartal müssen Mitgliederbeiträge bezahlt werden, das Programm ist also selbsttragend.