Erfolgreicher Start in die Playoffs

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Volleyball Ohne restlos zu überzeugen, kam Volley Amriswil gegen den Letzten der Qualifikation zu einem ungefährdeten Sieg. Nach einem brillanten ersten Satz passte sich der Schweizer Meister zunehmend dem Niveau der Gastgeber an.

Nein, das war kein Highlight, dieses Spiel im grauen, verregneten Klosterdorf! Was mit einer 6:0-Führung begonnen hatte und via 12:3 und 18:6 mit einem 25:12-Satzgewinn endete – trotz vier Aufschlagfehlern –, setzte sich mit einem uninspirierten Abspulen eines Pflichtpensums in den Sätzen zwei und drei fort.

Ohne Aussenangreifer Adrien Prével, der im Hinblick auf den Cupfinal und den weiteren Verlauf der Playoffs geschont wurde, dafür mit dem erst 17-jährigen Robin Baghdady in der Grundaufstellung verdiente sich einzig Sébastien Steigmeier das Prädikat «Gut». Vor allem im ersten Satz erschoss er die Innerschweizer mit kraftvollen Angriffen, denen der Gegner kaum einmal etwas entgegenzusetzen hatte.

Stärkere Gegenwehr nach dem ersten Satz

Mit dem Satzgewinn im Rücken gingen es die Thurgauer dann gemächlicher an. Gleichzeitig steigerten sich die Einsiedler beachtlich.

7:5 und 11:8 führten sie bald einmal, und als es 15:12 stand, glaubten die spärlich erschienenen Zuschauer an ein Wunder. Doch dieses zerstörte Aleks Ljubicic brutal. Vom 16:14 bis zum 16:22 erzielten die Amriswiler bei seinem Aufschlag acht Punkte.

Damit war auch Satz zwei mit 20:25 gelaufen.

Punkt dank aufmerksamem van Berkel auf der Bank

Eine Momentaufnahme des Spiels: Einsiedeln führt mit 7:6 im zweiten Satz. Die Amriswiler stehen eher lustlos auf dem Feld herum und erwarten den Aufschlag von Raphael Kälin. Plötzlich ein wildes Winken von der Bank: Lucas van Berkel hat festgestellt, dass Aleks Ljubicic unmöglich auf Position 4 stehen kann, wenn Robin Baghdady auf 1 steht.

Ljubicic merkt seinen Aufstellungsfehler und kann gerade noch rechtzeitig wechseln. Den Punkt gewinnt Josh Howatson mit einem Block.

Dritter Satz geht knapp an Frauenfeld

Auch der dritte Satz vermittelte nur biederste Hausmannskost. Die Gäste aus dem Thurgau lagen zwar meist in Führung, doch bei 17:17 hatte Einsiedeln aufgeholt. 20:20 stand es nach guten Aufschlägen von Einsiedelns Denis Milanez.

Von diesem Gezittere hatte dann Sébastien Steigmeier endgültig genug: Die letzten vier Amriswiler Punkte gingen allesamt auf sein Konto. (bw)