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Erfolgreich, aber anders

Ab morgen Freitagabend bis am Sonntag findet in der Uzehalle in Uzwil das Arge-Alp- Eislauf-Turnier statt. Im Team des Kantons St. Gallen startet unter anderen Christina Niederer.
Urs Nobel
Marcel Niederer wurde mit dem EHC Biel zweimal Schweizer Meister.

Marcel Niederer wurde mit dem EHC Biel zweimal Schweizer Meister.

EISKUNSTLAUF. Christina Niederer hat Wurzeln in Uzwil. Eigentlich nicht sie, sondern ihr Vater Marcel. Dieser war nicht etwa Eiskunstläufer, sondern, wie es sich für einen echten Uzwiler gehört, Hockeyaner. Marcel Niederer durchlief die Nachwuchsabteilung des EHC Uzwil und fand als junger Mann auch Aufnahme in der ersten Mannschaft. Der gelernte KV-Treuhänder wechselte danach ins Welschland und spielte in der Nationalliga A für Lausanne. Sein Weg führte ihn später nach Biel wo er als 21-Jähriger erstmals Schweizer Meister wurde. Zwei Jahre später konnten er und die Seeländer diesen Erfolg wiederholen.

Karriere in Uzwil beendet

Niederer zog es in der Folge wieder in die Deutschschweiz zurück. Dort spielte er eine geraume Zeit beim ZSC, um seine Karriere mit dem EHC Uzwil in der NLB ausklingen zu lassen und abzuschliessen. Niederer kam in den jeweiligen Teams als Center zum Einsatz. Er habe einige Tore geschossen, aber noch mehr Assists verbuchen können. So etwa im Verhältnis 40:60. «In 230 NLA-Spielen kam ich auf etwa 140 Skorerpunkte.»

Professionell und diszipliniert

So ein erfolgreicher Vater muss der Tochter extrem auf dem Magen liegen und Druck aufsetzen. «Im Gegenteil, ich bin selber genug ehrgeizig», sagt Christina Niederer. «Mein Vater nahm mir jedoch bei allem, was ich bisher tat, eher den Druck weg. Und wenn ich seine Geschichten aus früheren Zeiten höre, so darf ich unbescheiden sagen, dass ich heute disziplinierter trainiere als er damals.» Im Eiskunstlauf reichte es der 17-Jährigen zwar erst zum Ostschweizer-Meister-Titel. Dafür liess sie sich im Latein- und Standardtanzen schon zweimal als Schweizer Juniorenmeisterin feiern.

Erstmals mit Dreifach-Toeloop

Unterdessen hat sich Christina Niederer ganz auf Eiskunstlauf fokussiert. Die mit einem Goldtest (höchster «Grad» im Eiskunstlauf) ausgestattete Gymnasiastin nimmt bereits seit fünf Jahren an Schweizer Meisterschaften und an Swiss Cups teil. Sie holte mehrmals Medaillen und auch Siege an Swiss Cups. An Schweizer Meisterschaften fehlte bislang aber das letzte Quentchen Glück. Christina arbeitet zusammen mit ihren Trainern, in Uzwil mit Daniel Fürer und in Widnau mit Elena Romanowa, hart an sich, an ihrer Technik sowie an den Schwierigkeitsgraden. «An der Ostschweizer Meisterschaft in St. Gallen gelang mir erstmals der Dreifach-Toeloop an einem Wettkampf» erzählt sie nicht ohne Stolz. Auch den Dreifach-Salchow steht sie im Normalfall.

Plante keinen Spitzensport

Christina Niederer ist im Eiskunstlauf eine eigentliche Spätzünderin und sie bestätigt diese Aussage, ohne es zu bedauern. «Es war nie mein Plan, Spitzensport zu betreiben. Doch im Laufe der Zeit habe ich mehr und mehr Gefallen daran gefunden.» Auch in Zukunft wird sie leistungsmässig Eiskunstlauf betreiben, doch dürfte das Studium in Betriebswirtschaft an der HSG sicher den grösseren Teil ihrer Zeit beanspruchen. Ihr Ziel ist es, einmal an einer Universiade teilzunehmen. Doch jetzt zählt der Moment und heute sowie die nächsten drei Tage heisst dieser Arge-Alp-Eiskunstlauf-Turnier in Uzwil. Sie freut sich auf den Anlass und sie will einen guten Wettkampf absolvieren. «Ein Podestplatz ist möglich.»

Alles ist festlicher

Seit fünf Jahren ist sie immer an den Arge-Alp-Eiskunstlauf-Anlässen dabei und jedes Mal wieder stolz, für das Kantoneteam nominiert zu werden. «Alles ist festlicher an Arge Alp, es findet ein Umzug statt und der internationale Touch der Veranstaltung ist etwas Besonderes.»

Wenn die Arge-Alp-Eiskunstlauf-Veranstaltungen in anderen Ländern und Städten stattfanden, schätzte die talentierte Eiskunstläuferin auch, andere Ortschaften kennenzulernen und etwas zu erleben. Besonders gefallen hat es der Eiskunstläuferin in Salzburg. Dass sie für Uzwil nicht weit reisen muss, sieht sie aber für einmal als Vorteil. Und: «In der Uzehalle Uzwil sind wir St. Galler Gastgeber und das macht ebenfalls stolz.»

Christina Niederer ist kürzlich Ostschweizer Meisterin geworden. (Bilder: pd)

Christina Niederer ist kürzlich Ostschweizer Meisterin geworden. (Bilder: pd)

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