Erfolge sind die beste Werbung

Die Pferdesportanlage Gillhof Ryterland wird von Mathias Schibli und Bruno Fuchs geführt. Zwischen Weihnachten und Neujahr findet der traditionelle Hallenconcours statt. Zeit für einen Saisonrückblick der beiden Reiter und Unternehmer.

Urs Nobel
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Zwei Reiter, ein Team: Mathias Schibli und Bruno Fuchs (von links). (Bild: pd)

Zwei Reiter, ein Team: Mathias Schibli und Bruno Fuchs (von links). (Bild: pd)

PFERDESPORT. Ob administrativ oder im handwerklichen Bereich: um den Gillhof Ryterland in Henau erfolgreich zu führen, gibt es für Mathias Schibli und Bruno Fuchs Arbeit in Hülle und Fülle. Danebst unterrichten die beiden Reitschüler, bauen junge Pferde vorsichtig für den Reitsport auf und trainieren selber noch, um mit ihren eigenen Pferden oder solchen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, an Concours möglichst erfolgreich zu sein.

Aufwand bleibt derselbe

Sportlich hat sich von den beiden Reitsportanlagen-Besitzern im zu Ende gehenden Jahr vor allem Bruno Fuchs in den Vordergrund geschoben. Nebst regionalen Concours hat er an sechs grösseren Turnieren teilgenommen und ist meist sehr erfolgreich gewesen. Mit Pferden im Aufbau nahm er jeweils zusätzlich in möglichst vielen weiteren Kategorien teil. «Der Aufwand, mit mehreren Pferden an den Start zu gehen, bleibt derselbe», sagt er und gibt an, dass seine Sponsoren es logischerweise auch gerne sehen, wenn ihre Pferde bewegt werden. Mathias Schibli hat sportlich ein etwas ruhigeres Jahr hinter sich. Seine Hoffnung setzt er jedoch auf nächstes Jahr. «Ich bin mitten im Aufbau eines Pferdes, das über die Fähigkeiten verfügt, erfolgreich S-Springen zu bestreiten.»

Der Betrieb muss laufen

Für Schibli und Fuchs sind Teilnahmen an Turnieren mehr als nur ein Hobby. «Erfolge sind beste Werbung für unsere Pferdesport-Anlage», sagen beide und geben an, dass es für sie das Wichtigste sei, dass der Betrieb, also der Gillhof Ryterland, gewinnbringend laufe. Und dazu gehört auch der Verkauf der Pferde. «Erfolgreiche Pferde lassen sich verkaufen.» In diesem Segment sehen die beiden Unternehmer noch Ausbaubedarf.

Jeder hat seine Stärken

Mathias Schibli und Bruno Fuchs haben vor ein paar Jahren den Betrieb von Hans Schibli übernommen und führen diesen gemeinsam. Das funktioniert offenbar. Bruno Fuchs' Stärken, die er als Teilhaber in die Waagschale legt, sind die handwerklichen. Er erledigt diese praktisch im Alleingang. «Es ist nicht so, dass ich nicht auch mit dem Hammer oder dem Schraubenzieher umgehen könnte», wehrt sich Mathias Schibli ob dieser Aussage. «Aber es ist so, dass ich für dieselben Aufgaben, die Bruno erledigt, einfach viel länger hätte.» Schibli hat seine Stärken dafür in der Administration und der Organisation. Ein Computer ist ihm nicht fremd. Die beiden ergänzen sich somit ideal und sind sich auch einig darüber, dass sie den Umgang mit ihren eigenen oder den anvertrauten Pferden stets schonend angehen wollen.

Konkurrenten im Parcours

An Concours reisen die beiden Springreiter meist gemeinsam. Und sie sagen aus, dass sie – obwohl sie dann Konkurrenten sind – dem andern die jeweiligen Erfolge gönnen. «Ausser ich liege zuvorderst und werde von Bruno überholt», schmunzelt Mathias Schibli. Es existiert jedoch ein regelmässiger gemeinsamer Austausch und jener Reiter, der zuerst auf dem Springplatz war, gibt wichtige Tips weiter. Auch die Parcoursbesichtigung unternehmen die zwei gemeinsam und tauschen sich dabei aus. «Ob Mathias oder ich gewinnen, ist letztlich zweitrangig», erklärt Bruno Fuchs. «Erfolge helfen in erster Linie dem Ryterland. Und das ist, was zählt.»

Sponsoren reden mit

Bruno Fuchs und Mathias Schibli verfügen beide «nur» über ein eigenes Pferd. Der Rest ist im Besitz der Ryterland AG. Wenn sie jeweils die Turnierteilnahmen planen, achten sie bei der Auswahl der Pferde, die sie einsetzen möchten, darauf, welche ideal dafür sind. Selbstverständlich haben auch die Sponsoren ein gewichtiges Wort mitzureden. Alle Beteiligten denken stets daran, dass ihre Pferde teilweise auch verkauft werden müssen, um im eigenen Betrieb wieder neu investieren zu können. Knallharte Pferdehändler sind sie jedoch nicht, obwohl beide angeben, dass sie ihr Kundensegment im Verkauf gerne etwas erhöhen würden.

Gefürchtete Konkurrenten

Bruno Fuchs und Mathias Schibli haben jedenfalls in der Szene einen guten Namen, sind akzeptiert und im Parcours jeweils gefürchtete Konkurrenten. Sie gelten als gute Pferdeausbildner und der Pensionsstall respektive die Pferdesport-Anlage Gillhof Ryterland ist bei den Pensionären beliebt.

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