Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Er polarisiert weiter – Flawiler diskutieren über den Marktplatz

Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend die Zwischenergebnisse zur Marktplatzsanierung präsentiert. Anschliessend wurde rege diskutiert – die Ergebnisse sollen jetzt in die endgültige Planung einfliessen.
Tobias Bruggmann
Eine erste Visualisierung zeigt, wie der Marktplatz schon bald aussehen könnte. (Visualisierung: PD)

Eine erste Visualisierung zeigt, wie der Marktplatz schon bald aussehen könnte. (Visualisierung: PD)

«Im Moment sind uns jene lieber, die heute Abend Nein zum Marktplatzprojekt sagen», sagte der Flawiler Gemeindepräsident Elmar Metzger am Schluss des Marktplatz-Workshops. «Dann können wir nämlich das Projekt verbessern.»

Im Workshop hat die Gemeinde die Resultate des vorläufigen Grundlagenberichts zum Marktplatz präsentiert. Der Platz soll ein Kulturhaus und eine Tiefgarage bekommen, sowie eine Überdachung. Den Bericht hat die Fachhochschule St. Gallen (FHSG) erstellt. In einem aufwendigen Beteiligungsverfahren konnte sich eine Begleitgruppe ,mit Vertretern der verschiedenen Anspruchsgruppen, zum Projekt äussern. Diese Anregungen bilden den vorläufigen Bericht. Am Donnerstagabend konnte die Bevölkerung diesen einsehen und kommentieren.

Einbahnstrasse mit Tempo 20

«Bei der Umgebungsgestaltung des Marktplatzes gibt es noch Fragen zur Bachoffenlegung und der Eigentümerbeteiligung. Das Projekt überzeugt aber grundsätzlich», sagt Raimund Kemper von der FHSG, als ersten Punkt des Grundlagenberichts. Es gefalle, dass der Marktplatz besser genutzt werde. Beim Bereich Verkehr und Parkieren stand die Anfahrt im Vordergrund:

«Der Verkehr zum neuen Marktplatz von der Wiler-/St. Gallerstrasse wird gleich wie die Bahnhofstrasse, mit Tempo 20 und als Einbahnstrasse geführt»

Mit der neuen Tiefgarage fallen Parkplätze weg: Bisher sind es 80 Plätze, in der unterirdischen Garage sind 60 geplant. Auch über das geplante Kulturhaus wurde diskutiert. Dort stand der mutmassliche Lärm im Vordergrund: Eine gute Schallisolation sei wichtig für die Begleitgruppe, betonte Kemper. Wie viele Anlässe im Kulturhaus stattfinden werden, lasse sich nur schwer prognostizieren, sagte der St. Galler Künstler Richi Küttel, der in der Begleitgruppe mitarbeitet:

«Der Bedarf entsteht erst, wenn das Haus einmal steht.»

Im Saal sollen stehend rund 200 Menschen Platz finden. Beim Thema Markt und Gewerbe sei der Wunsch nach einem fixen Markttag aufgekommen, ohne Veranstaltungskonkurrenz. Dass das lokale Gewerbe wegen eines Marktes verdrängt werde, habe die Begleitgruppe diskutiert. Die Gruppe glaubt aber, dass eher das Gegenteil der Fall sei: Mehr Laufkundschaft helfe dem Markt und dem lokalen Gewerbe. Am jetzigen Markt an der Bahnhofstrasse stehen jeweils drei bis vier Verkaufsstände. Mehr Verkäufer anzulocken sei eine Herausforderung für den neuen Marktplatz, hiess es aus der Begleitgruppe.

Gemischte Gefühle

Nach der Präsentation dann ein erster Stimmungstest im Saal. Der grösste Teil der Besucher war noch unsicher ob des Projektes und will mit einem Entscheid abwarten. Nur ein kleiner Teil von sechs Personen stellt sich klar gegen das Projekt.

«Ich frage mich, was der neue Marktplatz wirklich bringen soll»

Ein grösserer Teil war der Meinung, dass das Konzept überzeugt

«Der neue Platz sorgt für mehr Begegnung»

Danach durften die Teilnehmenden ihre Verbesserungsvorschläge und Wünsche aufschreiben. Oft genannt wurden Befürchtungen wegen des Lärms oder es kam Kritiken wegen zu vielen Bäumen.

Die Workshopteilnehmer äussern ihre Wünsche (Bild: Tobias Bruggmann)

Die Workshopteilnehmer äussern ihre Wünsche (Bild: Tobias Bruggmann)

Abstimmung frühstens im Herbst 2019

Die Anregungen werden für das endgültige Grundlagenkonzept berücksichtigt. Im Herbst 2019 oder im Frühling 2020 soll dann der Baukredit für Tiefgarage, Kulturhaus und Marktplatz geschlossen zur Abstimmung kommen.

«Es gibt keine Tiefgarage ohne Kulturhaus und umgekehrt»

Die Stimmung bei den Workshopteilnehmern war gemischt, immer wieder war zu hören: «Am Ende wird der Preis entscheiden.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.