Entwicklung enge Grenzen gesetzt

An der Hauptversammlung der FDP Niederbüren in Sorntal stimmte die ablehnende Haltung des Kantons gegenüber dem Zonenplan «Mettlen» nachdenklich. Im Vorfeld des offiziellen Teils wurde die Chicorée-Farm Annen besichtigt.

Zita Meienhofer
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Karl Annen zeigt und erklärt den FDP-Mitgliedern seine Chicorée-Produktion in Sorntal. Aus Wurzeln entsteht im Dunklen der Salat. (Bild: Zita Meienhofer)

Karl Annen zeigt und erklärt den FDP-Mitgliedern seine Chicorée-Produktion in Sorntal. Aus Wurzeln entsteht im Dunklen der Salat. (Bild: Zita Meienhofer)

NIEDERBÜREN. «Der Traum vom neuen Einfamilienhaus auf der grünen Wiese ist auch in Niederbüren geplatzt», das war eine der Kernaussagen des Präsidenten und Gemeinderats Bruno Eschmann an der Hauptversammlung der FDP Niederbüren. Anfang 2014 hatte der Kanton den zur Vorprüfung eingereichten Zonenplan «Mettlen» abgelehnt. Daraufhin legte der Gemeinderat das Vorhaben – mangels Erfolgsaussicht – zur Seite. Ein Gespräch auf dem Raumplanungsamt machte die Vorstellungen des Kantons von der Entwicklung der Gemeinde transparent: Niederbüren soll in 25 Jahren auf 1600 Einwohner wachsen (heute circa 1540) und darf maximal eine Hektare Land neu einzonen. Eschmann forderte daher: «Wir brauchen ein neues kantonales Baugesetz, das auf einer liberalen Auslegung beruht, damit innere Verdichtung auch möglich ist.»

Spielplatz und Landkauf

Im weiteren informierte er die 34 anwesenden Parteimitglieder über den Kinderspielplatz, der – angeregt vom Verein «Junge Familien» – zwischen Schule und Turnhalle gebaut werden soll. Die Kosten belaufen sich auf 65 000 Franken, davon übernimmt die Gemeinde 45 000 Franken. Über den Standort äusserten sich vereinzelte Anwesende erstaunt. An der Bürgerversammlung im Frühjahr wird über den geplanten Kauf von 7000 Quadratmetern Land in der öffentlichen Zone zwischen Turnhalle und Kreuzbach entschieden. Ein Bedarf sei aktuell nicht ausgewiesen, sagte Eschmann, es sei aber sinnvoll, Land für künftige Generationen zu sichern.

Kandidaten unterstützen

Mit Blick auf die Ständerats- und Nationalratswahlen im Herbst liess Eschmann die Anwesenden wissen, dass die Kantonalpartei einen zweiten Sitz im Nationalrat anstrebe. Einfach sei dies nicht, weshalb über Listenverbindungen nachgedacht werde. Die Ausgangslage sei jedoch noch unklar. Die Niederbürer haben sich entschlossen, die beiden Kandidaten der Regionalpartei Wil-Untertoggenburg, Marc Flückiger und Marc Mächler, auch finanziell zu unterstützen. Im weiteren waren Wohnraum für ältere Menschen im Dorf ein Gesprächsthema sowie die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die von einem Parteimitglied als katastrophal bezeichnet wurde.