Enttäuschung zum Saisonabschluss: Mehr als der Ligaerhalt lag für Rickenbach-Wilens Faustballer nicht drin

Die erste Mannschaft der Faustballgemeinschaft Rickenbach-Wilen hat die NLA-Feldsaison mit Niederlagen gegen Wigoltingen und Elgg-Ettenhausen beendet. Wenigstens haben die achtplatzierten Hinterthurgauer den Gang in die Barrage verhindert.

Herbert Brägger
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Simon Stäbler (vorne) bereitet Riwis Angriff des herannahenden Philipp Jung vor.

Simon Stäbler (vorne) bereitet Riwis Angriff des herannahenden Philipp Jung vor.

Bild: Tim Frei (Wilen, 22. August 2020)

Mit zwei Siegen in den letzten beiden NLA-Partien hätte die Faustballgemeinschaft Rickenbach-Wilen (RiWi) noch eine theoretische Chance auf die Teilnahme an der Finalrunde gehabt. Doch die beiden Gegner Wigoltingen und Elgg-Ettenhausen, die wie RiWi am unteren Tabellenende platziert waren, hatten das gleiche Ziel.

Beide Teams erwiesen sich als äusserst unangenehme, kampfstarke Kontrahenten und konnten ihre Partien gegen RiWi gewinnen. Weil aber auch der Tabellenletzte Walzenhausen zwei Niederlagen gegen Diepoldsau und Widnau kassierte, konnten die Hinterthurgauer aufatmen: Der Ligaerhalt war gesichert.

Durchzogene Leistung gegen Wigoltingen

Im ersten Spiel gegen Wigoltingen hatte RiWi vor allem in der Abwehr Startschwierigkeiten, was es dem Gegner erleichterte, den ersten Satz für sich zu entschieden. Doch RiWi gelang eine Reaktion und ging nach zwei 11:8-Satzgewinnen mit 2:1 in Führung. Trotz der Wende wirkte das Spiel der Hinterthurgauer immer noch unsicher und unreif.

Eine ganze Serie an unnötigen Eigenfehlern machte die starke Aufholjagd wieder zunichte und Wigoltingen glich problemlos aus. Im entscheidenden fünften Satz gelang es den gegnerischen Angreifern, das Abwehrdispositiv von Riwi auszuhebeln und die Partie sicher nach Hause zu spielen.

RiWi-Trainer: «Im Team fehlte ein echter Leader»

Die Enttäuschung aus der verlorenen Partie nahm Rickenbach-Wilen gleich mit in das Spiel gegen Gastgeber Elgg-Ettenhausen. Anders ist nicht zu erklären, weshalb die Gäste die ersten zwei Durchgänge deutlich mit 6:11 verloren. Das Aufbäumen im dritten Satz brachte die Hoffnung zwar nochmals zurück, doch schliesslich ging auch dieser Umgang und damit die Partie an Elgg-Ettenhausen.

RiWi-Trainer Simon Forrer sagte: «Es war nicht alles schlecht, aber wir machen zu viele kleine Fehler und die letzte Konsequenz zum Punkt fehlt zu oft. Im Team fehlte ein echter Leader, der seine Mitspieler mitreisst und Verantwortung übernimmt.»

Saisonziel klar verpasst, zweite Mannschaft auf Rang fünf

Schliesslich blieb RiWi auf seinen zwei Punkten sitzen und beendete die Feldmeisterschaft 2020 auf dem enttäuschenden achten Rang hinter Elgg-Ettenhausen und vor Walzenhausen. Das Saisonziel «Final6» wurde klar verpasst.

Das Hinterthurgauer NLB-Team besiegte Affeltrangen in Elgg mit 3:1 und verlor gegen Jona unglücklich mit 2:3. Damit beendete RiWi II die Feld-Meisterschaft auf Rang fünf.

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