Engagiert für die Öffentlichkeit

Am 2. Februar verstarb überraschend Paul Hug-Valencia in Wilen im 65. Altersjahr. Er hinterlässt seine Ehefrau Bella und vier Kinder sowie acht Enkelkinder.

Roland Rotach
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Paul Hug (Bild: Niklaus Jung)

Paul Hug (Bild: Niklaus Jung)

Am 2. Februar verstarb überraschend Paul Hug-Valencia in Wilen im 65. Altersjahr. Er hinterlässt seine Ehefrau Bella und vier Kinder sowie acht Enkelkinder. Trotz hohem Engagement in politischen und gewerblichen Interessenverbänden sowie seiner Musikgesellschaft Brass Band Wilen fand er immer wieder für den inneren Kreis der Familie freie Zeit.

Bereits mit 25 Jahren gründete Paul Hug als Architekt HTL sein eigenes Planungsbüro. Bis zum Domizilwechsel in das Geschäftshaus «Scheidweg» in Wilen im Jahre 2001 war sein Geschäft in Wängi angesiedelt. Der Wechsel war auch eine Herzensangelegenheit – ist der «Scheidweg» doch das Geburtshaus von ihm und von seinem Bruder Kurt. Mit ihm zusammen besteht seit acht Jahren die Firma Hug & Hug Immobilien. Als Hausschätzer wurden seine hervorragenden Kenntnisse in der ganzen Ostschweiz in Anspruch genommen. Der Hauseigentümerverband Hinterthurgau verliert mit Paul Hug einen umsichtigen und zielstrebigen Präsidenten. Er war über 30 Jahre im Vorstand, davon 25 Jahre als Präsident. Er galt als Macher und die stets steigenden Mitgliederzahlen sprachen für ihn. Selbstverständlich brachte er sich auch im Bürgerprotest Fluglärm Hinterthurgau ein. Sein Engagement galt ebenfalls für die Hauseigentümer im Thurgauer und im Schweizerischen Verband.

Im April 1979 wurde er in den Gemeinderat der Munizipalgemeinde Rickenbach-Wilen gewählt, dem er bis 31. Dezember 1997 angehörte. Er war Mitbegründer der FDP Rickenbach-Wilen und ebenfalls im Vorstand der FDP des Bezirks Münchwilen. Nach seiner ersten Wahl 1980 gehörte er 18 Jahre dem Thurgauer Kantonsrat an. Im Alter von 16 Jahren trat er der Musikgesellschaft Wilen bei. Seine musikalische Laufbahn begann mit der Trompete und führte ihn über das Flügelhorn bis zum Bass. Die Musikgesellschaft Wilen konnte immer auf seine Leitungsstärken zählen, denn auch hier amtete er einige Jahre als Präsident.

Vehement setzte er sich für das gesamte Ensemble der Komturei Tobel ein. Er stellte sich dagegen, als einzelne Häuser verkauft werden sollten. Es ging ihm darum, das Baudenkmal zu schützen und zu erhalten. Er gründete mit Gleichgesinnten einen Verein, um einen Ausverkauf zu verhindern. Paul Hug war stets der Mittelpunkt der verschiedenen Familien Hug. Er nahm diese Rolle wie selbstverständlich nach dem Tod seines Vaters auf sich. Seine menschliche Wärme und die Bereitschaft zuzuhören, machten ihn bei Jung und Alt beliebt. Er war kein Mann der lauten Töne, sondern er verstand es, in allen Bereichen sich ruhig, aber pointiert auszudrücken.

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