Energiewende-Förderung vor Start

Seit Mitte Mai ist das Uzwiler Energiewende-Reglement rechtskräftig. Es ermöglicht, die Uzwiler Energie-Förderung neu zu starten. Los geht es im September.

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Uzwil möchte Energie sparen – das Regelwerk tritt im September in Kraft. (Bild: Archiv St. Galler Tagblatt)

Uzwil möchte Energie sparen – das Regelwerk tritt im September in Kraft. (Bild: Archiv St. Galler Tagblatt)

UZWIL. Wie setzt die Gemeinde ihre Mittel ein, um mehr für energetische Verbesserungen zu tun? Das neue Uzwiler Energiewendereglement gibt Antworten. Es legt die rechtliche Basis hin zur lokalen Energiewende.

Gebäude im Fokus

Uzwil will viel Energie sparen. Schlüssel dazu sind die Häuser. Die Hälfte des Uzwiler Energieverbrauchs ist für Wärme. In der Stube, im Büro, am Arbeitsplatz. Zwei von drei Gebäuden in Uzwil wurden vor 1980 gebaut. Werden sie nach energetischen Grundsätzen erneuert, halbiert sich ihr Energieverbrauch. Ohne Komforteinbusse. Ohne zu frieren. Hier setzt das neue Förderprogramm an. Es hat die Gebäude im Fokus. Will erreichen, dass mehr Häuser saniert werden. Schneller und energetisch richtig. Sanierungen der Gebäudehülle, Ersatzneubauten in Minergie, Sanierungen in Minergie – das wird gefördert. Im Neubaubereich sollen Anreize für die «Champions-League» der energieoptimierten Gebäude gesetzt werden. Ob Einfamilienhäuser oder Mehrfamilienhäuser: Neubauten können mit Förderbeiträgen rechnen, wenn sie über den normalen Minergiestandard hinausgehen.

Das Beratungsangebot rund um Energiefragen wird bedürfnisgerecht ausgebaut. Der Haushalts-Energiecheck hilft auch Mietern.

Sonnenstrom

Neu gibt es auch für KMU Förderangebote. Der Fokus liegt auf Energiechecks und energetischen Prozessoptimierungen. Gefördert werden wie bisher Warmwasser-Kollektoren. Neu steigt Uzwil in die Förderung von Photovoltaik-Anlagen ein. Im Gegensatz zur kostendeckenden Einspeisevergütung KEV leistet die Gemeinde einmalige Investitionsbeiträge. Das macht es für Grundeigentümer berechenbarer und hilft, die Investition zu finanzieren. Ziel ist auch, fossile Heizungen zu ersetzen. Mit diesem Fächer an Massnahmen startet das neue Uzwiler Förderprogramm Anfang September. Dann gilt es, Hauseigentümer zu motivieren und Erfahrungen zu sammeln. Denkbar ist, das Förderprogramm später um Massnahmen im Bereich Mobilität zu ergänzen.

Über den Sommer werden nun noch die Details der einzelnen Förderungen bereinigt. Allen gemeinsam ist: Sie lehnen sich an Bestehendem an. Am Gebäudeprogramm, an Berechnungen kantonaler Förderungen, an Minergie-Labels. Das erleichtert den Vollzug. Und sorgt dafür, dass die Fördergelder in die Förderung investiert werden, nicht in die Administration. (gk) ?