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«Energiestadt ist nicht nur ein Markenzeichen»

Eine Schule kann es sich zum Ziel setzen, eine sogenannte «Energieschule» zu werden, wenn sie in einer Energiestadt angesiedelt ist. Das ist Wil. Was das genau heisst, erklärt Stefan Grötzinger. Er ist der Energiebeauftragte der Stadt.
Rosa Schmitz
Stefan Grötzinger: Energiebeauftragter der Stadt Wil. (Bild: PD)

Stefan Grötzinger: Energiebeauftragter der Stadt Wil. (Bild: PD)

Was ist eine Energiestadt?

Stefan Grötzinger: Eine Energiestadt ist eine Gemeinde oder Stadt, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz und erneuerbare Energien sowie umweltverträgliche Mobilität einsetzt. Dafür erhält sie vom schweizerischen Trägerverein Energiestadt alle vier Jahre das Label «Energiestadt» verliehen. In der Schweiz gibt es gut 450 Energiestädte, deren Einwohnenden 60 Prozent der Schweizer Bevölkerung abdecken.

Seit wann ist die Stadt Wil eine Energiestadt?

Die Stadt Wil ist seit dem 29. Juli 1998 mit dem Label «Energiestadt» zertifiziert. Damit gehört sie zu den ersten Energiestädten in der Schweiz und zur allerersten im Kanton St.Gallen. 2018 erreichte die Stadt die sechste Zertifizierung als Energiestadt. Für 2022 strebt die Stadt Wil das Label «Energiestadt Gold» an, mit einer Erreichung von mindestens 75 Prozent des energiepolitischen Handlungspotenzials (Stand 2018: 70 Prozent).

Wann kann eine Stadt als Energiestadt ausgezeichnet werden?

«Energiestadt» ist nicht nur ein Markenzeichen, sondern ein stetiger Prozess, welcher eine Gemeinde über verschiedene Stufen zum Label und damit langfristig zu einer nachhaltigeren kommunalen Energiepolitik führt. Bewertet wird im Prozess die Umsetzung des energiepolitischen Handlungspotenzials in den Bereichen Raumordnung, kommunale Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Kommunikation und Kooperation.

Wie viel kostet das Ganze?

In der Stadt Wil kostet die Re-Zertifizierung alle vier Jahre zirka 10000 Franken. Das Parlament und der Stadtrat von Wil fordern im kommunalen Energiekonzept die Erreichung des Labels «Energiestadt Gold».

Wie viel Geld fliesst in die Schulen, die Energieschulen werden wollen?

Beratungsleistungen auf dem Weg zur Energieschule werden bis zu einem Betrag von zirka 2000 Franken finanziert. Wenn die Schulen eigene Energieprojekte umsetzen, die zur Reduktion von Treibhausgasen und Energieverbrauch führen, unterstützt dies die Zielerreichung des Energiekonzepts und sie erhalten deshalb dafür ebenfalls finanzielle Unterstützung. Zudem finanziert die Stadt seit Jahren kostenlose Energieunterrichtseinheiten für Wiler Schulen. Diese haben bereits 2000 Schüler genossen.

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