Energiesparziel der Stadt Wil für 2016 auf 1400 MWh festgelegt

WIL. Im Jahr 2013 wurde vom Stadtparlament ein Antrag aus der Parlamentsmitte gutgeheissen, wonach der Stadtrat zu Beginn jedes Kalenderjahres ein Energiesparziel festlegt und publiziert. Nach Ablauf des Jahres soll sodann die eingesparte Energie geschätzt und wiederum veröffentlicht werden.

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WIL. Im Jahr 2013 wurde vom Stadtparlament ein Antrag aus der Parlamentsmitte gutgeheissen, wonach der Stadtrat zu Beginn jedes Kalenderjahres ein Energiesparziel festlegt und publiziert. Nach Ablauf des Jahres soll sodann die eingesparte Energie geschätzt und wiederum veröffentlicht werden. Jetzt liegen die Zahlen des Jahres 2014 vor, zudem hat der Stadtrat die Ziele für das Jahr 2016 festgelegt.

Im März 2014 hatte der Stadtrat das Energiesparziel für das Jahr 2014 mit 1400 MWh festgesetzt, verteilt auf 500 MWh für den Ersatz fossiler Energie und 900 MWh für die Produktion einheimischer Energie. Im Rahmen des Budgets wurde das gleiche Energiesparziel sodann auch für das Jahr vorgegeben. Die Auswertung anfangs 2015 ergab eine Einsparung von 1350 MWh für 2014, davon entfielen 435 MWh auf den Ersatz fossiler Energie und 915 MWh auf die Produktion einheimischer Energie. Bei den fossilen Energien entspricht das etwa 0,15 Prozent des gesamten Verbrauchs der Stadt Wil. Bei einer angenommenen Lebensdauer von 30 Jahren sinkt der Verbrauch bis in 30 Jahren also um rund 4,5 Prozent. Bei der Produktion einheimischer Energien entspricht die Reduktion für 2014 rund 0,75 Prozent des Stromverbrauchs. Total sind damit 2014 rund 280 Tonnen CO2 reduziert worden, dies entspricht rund 0,5 Prozent der gesamten Emissionen.

Das Energiesparziel für das Jahr 2016 soll mit 1400 MWh in der gleichen Höhe wie für die Vorjahre festgelegt werden. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass dieses Ziel ehrgeizig, aber erreichbar ist. Dabei bedeutet die gleichbleibende Zielsetzung für das Folgejahr keine Stagnation, sondern grundsätzlich eine Verdoppelung der Einsparungen, denn die Einsparungen aus dem vergangenen Jahr wirken auch im Folgejahr. So haben etwa Gebäudesanierungen eine mittlere Lebensdauer von rund 30 Jahren und erzielen in dieser Zeit auch Einsparungen. Dies gilt analog für Massnahmen wie den Bau von Photovoltaikanlagen. Die effektive Wirkung kann damit bei gleicher Zielsetzung jedes Jahr erhöht werden. Weitere ökologische Auswirkungen, sprich die Reduktion von CO2-Emissionen, ergeben sich durch die Förderung des Ersatzes von Öl- durch Gasheizungen. (sk)