Energie und Steuern sparen

Die Raiffeisenbank Niederhelfenschwil informierte darüber, wie die Energieeffizienz des eigenen Hauses gesteigert werden kann. Ein Energiefachmann präsentierte verschiedene Möglichkeiten, ein Steuerkommissär zeigte steuerliche Vorteile auf.

Ernst Inauen
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Die Referenten von links: Energieberater Bruno De Bortoli, Steuerkommissär André Meier und Bankleiter Kurt Bloch. (Bild: ei.)

Die Referenten von links: Energieberater Bruno De Bortoli, Steuerkommissär André Meier und Bankleiter Kurt Bloch. (Bild: ei.)

ZUCKENRIET. Die steigenden Energiekosten veranlassen immer mehr Hauseigentümer, Verbesserungsmöglichkeiten im energietechnischen Bereich auszuloten. Die RB Niederhelfenschwil griff dieses Thema auf und organisierte zusammen mit den Gemeinden Niederhelfenschwil und Wuppenau eine Aktion Infrarot-Aufnahmen. Mitarbeiter der Spezialfirma Ibih AG erfassten mit einer Wärmebildkamera die energetische Situation und analysierten die Schwachstellen. An der Aktion nahmen 84 Hausbesitzer teil. Sie wurden nun zu einem Informationsanlass eingeladen, an dem unabhängige Fachleute über Gebäudesanierungen und Energiesparmassnahmen referierten.

Erstaunliche Ergebnisse

Rund 50 Personen trafen sich in der Aula des Oberstufenzentrums Sproochbrugg zur Veranstaltung, die dem Thema «Energie sparen durch Gebäudesanierung» galt. Nach der Begrüssung übernahm Bankleiter Kurt Bloch die Informationen über die Thermographie-Aktion. Er erklärte die Wirkungsweise einer Wärmebildkamera, die mittels Infrarot die Wärmestrahlung eines Objektes sichtbar macht. Das Verfahren werde auch im militärischen, zivilen und medizinischen Bereich angewandt. Die Infrarotbilder der erfassten Objekte hätten gezeigt, dass bei den meisten Häusern normale bis unkritische Werte festgestellt wurden. Kritische und mangelhafte Ergebnisse waren an zwölf Objekten die Fenster und an sechs die Betonsockel. «Im Gespräch mit Teilnehmenden zeigten die guten Resultate, dass in den Siebzigerjahren eine nachhaltige Bauweise angewendet wurde», erläuterte Bloch die Ergebnisse.

Gezielte Massnahmen

Der unabhängige Energieberater Bruno De Bortoli, Lenggenwil, referierte über Massnahmen, die den Energieverbrauch senken und Kosten reduzieren. Ein Wärmeverlust trete vor allem bei einer unzureichend gedämmten Gebäudehülle, bei Fenstern, im Dachgeschoss und im Keller auf. «Mit gezielten Massnahmen kann der Energieverbrauch erheblich reduziert werden. Ausserdem lohnen sich Gebäudesanierungen, weil es dafür Förderbeiträge von Kanton und Bund gibt», sagte De Bortoli. Er stellte einige Beispiele für Verbesserungen bei Altbauten vor, so beispielsweise das Dämmen von Estrichböden und Kellerdecken. Der Experte empfahl auch die Prüfung einer modernen Haustechnik und erneuerbarer Energie. Bei Erneuerungen lohne sich der Zuzug von unabhängigen Beratungsstellen.

Steuerliche Vorteile

André Meier, Steuerkommissär des kantonalen Finanzdepartementes, wies auf die steuerlichen Abzugsmöglichkeiten hin. «Investitionen in energetische Massnahmen lohnen sich, weil sie auch steuerliche Vorteile bieten. Unterhaltskosten und Investitionen in Sanierungen sind abzugsfähig», sagte Meier. Dazu gehörten auch Massnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien und einer Verbesserung der haustechnischen Anlagen. Ebenso seien die Kosten für energietechnische Beratung, Wärmebilder, Konzepte und Analysen abzugsberechtigt. Abzugsfähig sei auch der Ersatz von Haushaltgeräten mit grossem Stromverbrauch.

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