Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Endlos lange Bauzeit an Oberuzwiler Rad- und Gehweg beendet

Die Bauarbeiten am Rad- und Gehweg von Oberuzwil nach dem Bettenauer Weiher neigen sich ihrem Ende zu. Zwei Jahre wurden dafür in Anspruch genommen. Das hat zu Unmut in der Bevölkerung geführt.
Philipp Stutz

«Wir haben viel Kritik einstecken müssen», sagt Cornel Egger, Gemeindepräsident von Oberuzwil. Seiner Meinung nach zu Unrecht: Nicht die Gemeindebehörde sei verantwortlich für die lange Bauzeit und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen, sondern das kantonale Tiefbauamt. Es handle sich doch um eine Kantons- und nicht um eine Gemeindestrasse.

«Oberuzwil hatte zum Projekt nichts zu sagen, muss sich aber an den Baukosten beteiligen.» Die Gesamtkosten betragen laut Voranschlag rund 3,5 Millionen Franken (Preisstand Juli 2012). 2,4 Millionen entfallen auf die Sanierung der Fahrbahn. Das sind Kosten, die alleine vom Kanton getragen werden. An der Restfinanzierung von rund 1 Million Franken hat sich die Gemeinde mit 35 Prozent oder 362600 Franken zu beteiligen. Dieser Betrag ist bereits vorfinanziert. Es wird mit Beiträgen aus dem Agglomerationsprogramm Wil gerechnet.

Zu wenig personelle Ressourcen

Der Rad- und Gehweg vom Alten Statthalterhaus bis hin zum Bettenauer Weiher ist rund einen Kilometer lang. Die Bauzeit hat rund zwei Jahre in Anspruch genommen. Und auch die Planung hat sich in die Länge gezogen. «Seitens des Kantons wurde der Baufirma eine zu lange Frist gewährt», kritisiert Cornel Egger. Sei es doch während der gesamten Bautätigkeit zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Mitunter seien nur zwei Mitarbeiter auf der Baustelle tätig gewesen. «Das sind eindeutig zu wenig personelle Ressourcen.»

Nun ist die Lichtsignalanlage entfernt worden. Der Verkehr rollt wieder – einige Anpassungsarbeiten sind noch zu erledigen. Auch der Deckbelag muss noch eingebaut werden. Auch Velofahrer und Fussgänger dürfen sich nun freuen. Mit dem Rad- und Gehweg sollen sie an der stark befahrenen Strasse besser vor dem motorisierten Verkehr geschützt werden.

Gleichzeitig mit dem Bau des Geh- und Radweges mussten die Kantonsstrasse sowie die Vorplätze beim Schützenhaus und Pfadiheim gemäss Schutzzonenreglement saniert werden. Fahrbahn und Vorplätze erhielten eine neue Entwässerung und einen Belagsoberbau. Der Parkplatz beim Pfadiheim ist asphaltiert worden. Die Parkfelder wurden auch eingezeichnet. Es besteht nur noch eine Zu- und Wegfahrmöglichkeit zu diesem Platz, der stark frequentiert wird. Ist doch der Bettenauer Weiher ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Amphibien besser schützen

Das Gelände rund um den Bettenauer Weiher ist Bestandteil eines Amphibien-Laichgebietes von nationaler Bedeutung. Seit 1993 besteht ein Amphibien-Leitwerk, also eine geschützte Strassenunterführung. Der motorisierte Verkehr bei dem Weiher ist für die Kröten- und Froschwanderung gefährlich – nicht selten werden sie von Fahrzeugen überrollt. Die Zählungen haben gezeigt, dass ohne die Schutzzäune im westlichen Teil – was einem Provisorium gleichkam – rund die Hälfte der Tiere ihre Zu- und spätere Rückwanderung nicht überleben würden.

Nun wurde der Amphibienschutz verbessert. Zur Freude des Vereins Pro Bettenauer Weiher, dessen Mitglieder jeweils die Schutzzäune errichtet haben. Der Amphibienschutz wurde erneuert und bis zum Haus der Liegenschaft Strub verlängert. «Es sind neue Durchlässe gebaut worden», sagt Cornel Egger. Ob der Radweg Richtung Schwarzenbach fortgesetzt wird, steht zurzeit noch nicht fest. Der Einlenker Richtung Jonschwil se

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.