Endlich wird gebaut

Sie scheint unendlich zu sein, die Geschichte über das geplante Dorfzentrum in Münchwilen, das es noch nicht wirklich gibt. Seit über einem Jahr ist die Rede von einer Überbauung mit einer Migros auf dem Ochsen-Areal, schon mindestens ein Jahrzehnt wird über die Zukunft des «Engels» diskutiert.

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Sie scheint unendlich zu sein, die Geschichte über das geplante Dorfzentrum in Münchwilen, das es noch nicht wirklich gibt. Seit über einem Jahr ist die Rede von einer Überbauung mit einer Migros auf dem Ochsen-Areal, schon mindestens ein Jahrzehnt wird über die Zukunft des «Engels» diskutiert. Die Umsetzung beider Projekte verzögert sich aber immer wieder. Umso wohltuender ist es, dass die Münchwiler Bevölkerung gestern mit einem deutlichen Bekenntnis Ja zur Sanierung und dem Neubau des Gerichtsgebäudes gesagt hat. Sechs Millionen kostet diesbezüglich die Zukunft, 1,35 Millionen für die Sanierung des alten Gebäudeteils zahlen die Münchwiler selber. Es sind Beträge, die auf den ersten Blick hoch erscheinen. Wenn man aber berücksichtigt, dass der Kanton jedes Jahr mehr als 200 000 Franken an Mietzins beisteuert und der Vertrag frühestens nach 25 Jahren kündbar ist, relativieren sich die Zahlen. Es ging gestern aber um mehr als nur Zahlen und Geld. Das Gerichtsgebäude mit seinem neuen Anbau ist ein gutes Beispiel, um aufzuzeigen, dass es sehr wohl möglich ist, historische Gebäude zu erhalten und die Gegenwart trotzdem einfliessen zu lassen. Es bleibt zu hoffen, dass man sich zum Beispiel beim «Engel» ein Beispiel daran nimmt. Denn eines ist klar: Das Dorfzentrum von Münchwilen ist eines Bezirkshauptortes derzeitig nicht würdig und hat mehr verdient. Gut, dass endlich gebaut wird.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch