«Endlich raus aus der Schule»

Die Flawiler Oberstufe feierte am Donnerstag ihr Abschlussfest im Lindensaal. Alle Schulabgänger haben nach den Ferien eine Beschäftigung gefunden – ein grosser Erfolg für die zweitgrösste Oberstufe des Kantons St. Gallen.

Bernard Marks
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Grosse Freude herrschte am Donnerstag vor der Abschlussfeier der Oberstufe im Flawiler Lindensaal. (Bild: bm.)

Grosse Freude herrschte am Donnerstag vor der Abschlussfeier der Oberstufe im Flawiler Lindensaal. (Bild: bm.)

Flawil. So wie es sich für einen echten Abschlussball gehört, hatten sich am vergangenen Donnerstag die Schülerinnen und Schüler herausgeputzt. Aufgeregt trafen sie sich am frühen Abend vor dem Flawiler Lindensaal, in dem bereits das zweite Mal die Abschlussfeier der Oberstufe Flawil stattfinden sollte. Um 19 Uhr begann der spannende Abend mit einem Apéro, bei dem neben kühlen Getränken feine Brötli angeboten wurden.

Unter den rund vierhundert Gästen befanden sich neben Vertretern der Flawiler Behörden zahlreiche Eltern und Lehrer, die zusammen mit ihren Schützlingen in den letzten Wochen und Monaten auf diesen speziellen Abend des Jahres hingefiebert hatten.

«Duzis» mit der Lehrerin

Die Freude war gross bei den Schülerinnen und Schülern. Da trauten sich einige schon einmal etwas mehr als üblich. Dabei war es etwas leichter, auf die Lehrer zuzugehen und das Gespräch zu suchen.

Einige Lehrer boten sogar das Du an und stiessen daraufhin mit ihren Schülern an. Eine schöne Geste, die zeigte, dass die Stimmung zwischen Lehrern und Schülern in der Oberstufe Flawil in Ordnung ist. Dies bestätigte auch der Schulleiter der Flawiler Oberstufe Claudio Besio in seiner Ansprache. «Wir sind stolz auf diesen Jahrgang», sagte er vor dem gefüllten Lindensaal.

Denn nicht nur die Gemeinschaft des Jahrgangs war hervorragend, sondern neben den schulischen Leistungen auch das Endresultat. Von 105 Schulabgängern habe jeder eine Anschlusslösung für die Zeit nach den Sommerferien finden können. «Das ist ein überaus gutes Ergebnis», sagte Besio zufrieden. «Allein 85 Schulabgänger haben nach den Ferien eine Lehre, sieben gehen in die Kantonsschule, elf Abgänger absolvieren die BMS», führte Besio weiter aus.

Die Abschlussfeier sollte den Schülerinnen und Schülern ein Ziel bieten, auf das sie bis zum Schluss hinarbeiten konnten.

Erst der Anfang

Der Schulratspräsident Elmar Metzger dankte an diesem Tag den Schülern für ihr grosses Engagement an der Abschlussfeier. Aber auch bei den Eltern und der Lehrerschaft bedankte sich Metzger für die Leistung, die sie im Zusammenhang mit der Erziehung der Schüler geleistet haben.

«Die Schule will nicht nur erreichen, dass die Absolventen am Ende lesen, rechnen und schreiben können, sondern sie möchte dazu beitragen, dass die Jugendlichen das Rüstzeug dafür in die Hände gelegt bekommen, um ihr Leben zu gestalten», sagte Metzger. Schliesslich sei der Austritt aus der Schule erst der Anfang von einem langen und ereignisreichen Leben.

Elmar Metzger zeigte sich überzeugt davon, dass die Flawiler Schule in Zusammenarbeit mit den Eltern eine gute Vorarbeit geleistet habe, damit die Jugendlichen ihren Weg durch das Leben gut meistern können.

Gute Stimmung im Saal

Dann ging es endlich los. Auf der Bühne des Lindensaals startete das abwechslungsreiche Programm der Show, welche die Schülerinnen und Schüler einstudiert hatten.

Da wurde mit Schwung getanzt, es wurden lustige Filme gezeigt, und das eine oder andere Mal war eine versteckte Abrechnung mit dem Lehrer kaum zu überhören. Aber was wäre der Schulalltag ohne die lustigen Neckereien zwischen Lehrern und Schülern! Kinder müssen eben lernen und Lehrer eben auch. Und dafür ist eine Abschlussfeier wie die im Lindensaal bestens geeignet. Jetzt kommen die Schulabgänger in eine andere Phase des Lebens. Sie sind der Nachwuchs, auf dem die Hoffnung liegt. Dafür kann man nur noch viel Erfolg wünschen.

Weitere Bilder•www.wilerzeitung.ch