Endlich mobil dank 100 Velos

Die Mitarbeitenden des Dorfgesundheitsteams im ugandischen Distrikt Masaka dürfen sich freuen: Sie erhalten bald 100 Velos zum Besuch der Bevölkerung. Ermöglicht haben dies das Wiler Hilfswerk Miva und die Bus Ostschweiz AG.

Hans Suter
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20 000 Franken für Bedürftige: Hans Koller (links) und Walter Dierauer von Bus Ostschweiz AG überreichen Miva-Geschäftsführerin Gabriella Wiss den Check für ein gemeinsames Mobilitätsprojekt in Uganda. (Bild: hs)

20 000 Franken für Bedürftige: Hans Koller (links) und Walter Dierauer von Bus Ostschweiz AG überreichen Miva-Geschäftsführerin Gabriella Wiss den Check für ein gemeinsames Mobilitätsprojekt in Uganda. (Bild: hs)

REGION. Die Bevölkerung des afrikanischen Landes Uganda ist gegeisselt von Armut, Epidemien und Bürgerkriegen. Besonders betroffen ist der Distrikt Masaka, wo am meisten HIV-/Aids-Betroffene in unermesslicher Armut leben. Die Organisation Children's Sure House (CSH) ist in dieser Region tätig und bestrebt, mit sogenannten Village Health Teams (Dorfgesundheitsteams) die Gesundheit und Siedlungshygiene zu verbessern. «Die sorgfältig rekrutierten und geschulten Freiwilligen führen in den Dörfern HIV/Aids-Beratungen und -Tests durch», sagt Miva-Geschäftsführerin Gabriella Wiss. «Zudem liefern sie einfache Hilfsmittel zur Verbesserung der Siedlungshygiene, um auch andere Krankheiten wie Cholera zu bekämpfen.»

Eingeschränkte Mobilität

Dem Einsatz der Freiwilligen sind durch die eingeschränkte Mobilität aber enge Grenzen gesetzt. Eine Lösung dieses Problems scheint indes einfach: Das ideale Fortbewegungsmittel in dieser Gegend ist das Fahrrad. Doch wie so oft im Leben haben selbst einfach erscheinende Lösungen einen Haken. Das ist auch hier der Fall: Ein Velo ist in weiten Teilen Ugandas ein Luxusgut, das sich kaum jemand leisten kann. Doch nun ist Hilfe in Sicht. Damit die Freiwilligen mobiler und somit schneller und öfter die Dorfbewohner aufsuchen können, finanziert das in Wil ansässige Hilfswerk Miva Schweiz 100 Velos.

Bus Ostschweiz macht's möglich

Miva hat sich dazu mit den unter Bus Ostschweiz vereinten Busunternehmen WilMobil, RTB Rheintal Bus und Bus Sarganserland Werdenberg zusammengetan. Unter dem Motto «Gemeinsam für Mobilität in Afrika» sammelten sie am 21. Juni in Heerbrugg und am 22. Juni in Wil Spendengelder. Die Aktion entstand laut Gabriella Wiss im Rahmen der Aktion «Kilometer-Rappen» und bestand aus zwei Teilen: «Zum einen wurden an beiden Tagen die zurückgelegten Kilometer der Bus-Passagiere zusammengezählt und in Rappen umgemünzt. Zum anderen konnten sich Passanten direkt am Stand strampelnd für Spendengelder einsetzen.» 68 Personen taten dies. Insgesamt kamen so 20 000 Franken zusammen, 12 235 Franken aus der Spendenaktion und 7765 Franken durch ein zusätzliches Sponsoring der Bus Ostschweiz AG.