EMPFANG: «Pablo ist unser König»

Pablo Brägger wurde Turn-Europameister und am Samstag an seinem Wohnort begrüsst und geehrt.

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Die Bevölkerung stand zahlreich Spalier, als Pablo Brägger und seine drei Kunstturnkollegen in Oberbüren einfuhren. (Bilder: Zita Meienhofer)

Die Bevölkerung stand zahlreich Spalier, als Pablo Brägger und seine drei Kunstturnkollegen in Oberbüren einfuhren. (Bilder: Zita Meienhofer)

«Was Federer für das Tennis ist, ist Brägger für den Turnsport», sagte Hanspeter Jud, Mitglied des Zentralvorstands des Schweizerischen Turnverbandes, und fügte hinzu «Pablo ist unser König». Pablo Brägger hätte sich am Samstag wohl wie ein König fühlen dürfen, tat es aber nicht, denn das entspricht überhaupt nicht seinem Naturell. Ihm, der trotz seiner Erfolge auf dem Boden geblieben sei, wie alle Redner bestätigten. Viel Publikum stand vor dem Oberstufenzentrum in Oberbüren, um Kunstturner Brägger zu empfangen. Gewann doch der 24-Jährige vor zwei Wochen im rumänischen Cluj die Goldmedaille in der Disziplin Reck. Damit schrieben Bägger und sein Turnkollege Oliver Hegi, der sich auf dem zweiten Rang platzierte, Schweizer Turn-Geschichte. Sie waren die ersten Schweizer, denen ein Doppelsieg im Kunstturnen gelang.

Ein solcher Erfolg stelle sich nicht über Nacht ein, so Jürg Litscher vom St.Galler Turnverband. Er ist das Resultat harter Arbeit, Disziplin, Ehrgeiz und Verzicht. Er sei aber auch das Resultat der Profitrainer und eines intakten Umfeldes, so Litscher, der sich auch bei Bräggers Eltern Susanne und Karl bedankte. Sie, die ihren Sohn nie daran hinderten, «seiner Liebe auf den ersten Blick» (dem Turnsport) nachzueifern. Sie, die ihn zeitlebens unterstützen, ihn als 14-Jähriger nach Magglingen ziehen liessen, seine Hochs und Tiefs mittragen. Es ist aber auch sein Fanclub, den seine Schwester Martina präsidiert, es ist sein Götti Kosmas Brühwiler, ein Macher, der immer wieder für Überraschungen sorgt, der an den Wettkämpfen dabei ist und Pablo Brägger lautstark anfeuert und bejubelt.

Brägger freute sich über die grosse Anzahl Anwesender, die seine Leistungen zweimal mit Standing Ovations würdigten. Er freute sich auch, dass seine Kunstturnkollegen Oliver Hegi, Christian Baumann und Taha Serhani nach Oberbüren gekommen waren. Gekommen war auch die erfolgreiche Turnerin aus der Nachbargemeinde Gossau: Giulia Steingruber. (zi)

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