Eltern sind zufrieden mit der Schule

Kürzlich wurden die Ergebnisse der von der Primarschule Niederbüren verteilten Eltern-Fragebögen vorgestellt. Die Eltern hatten dank der Befragung die Möglichkeit, ihre Meinung über Schulleitung, Unterricht und Lehrpersonen zu äussern.

Carmen Ferri
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niederbüren. Anlässlich der nach den Frühlingsferien durchgeführten Elternbefragung zu Themen wie Schulklima, Unterricht, Zusammenarbeit und Hausaufgaben, luden die Verantwortlichen der Primarschule Niederbüren kürzlich die Eltern der Schülerinnen und Schüler in den Gemeindesaal ein. Es galt die Resultate auszuwerten und zu kommentieren.

Hohe Rücklaufquote

Von den 81 Eltern, welche einen solchen zweiteiligen Fragebogen erhalten hatten, füllten ihn 59 aus.

Das sei beinahe rekordverdächtig, stellte Joe Jöhl fest, der externe Berater, welcher die Umfrage begleitete und auswertete. «Ich habe selten so viele positive Rückmeldungen über eine Schule erhalten.» Besonders aufgefallen sei ihm die hohe Zufriedenheit über die Schulleiterin, welche laut Meinung der Eltern 120 Prozent für ihre Arbeit gibt und Probleme kompetent angeht.

Bei so viel Lob liess es sich die Schulleiterin Gabriela Dschulnigg nicht nehmen und richtete ihr Wort ebenfalls an die Elternteile und bedankte sich für die vielen konstruktiven Rückmeldungen: «Wissen Sie, mit Ihnen als Eltern zu arbeiten ist schön und gar nicht so schwer.» Dschulnigg ging während ihrer Präsentation auf Punkte wie Schulanlässe, Unterricht und Hausaufgaben ein.

So finden die Eltern Form, Inhalt und Menge der Veranstaltungen angemessen und wissen es zu schätzen, jederzeit einen Schulbesuch machen zu können.

Transparenz im Klassenzimmer

Doch nicht nur die Schulleitung wurde einer Bewertung unterzogen, auch die Arbeit der Lehrpersonen wurde evaluiert. So gaben zwischen 80 und 90 Prozent der Eltern an, dass sie die im Klassenzimmer herrschenden Regeln als angemessen und sinnvoll betrachten.

Zudem seien Transparenz und Fairness bei der Beurteilung der Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu erkennen.

«Husi» – ein vermeidbares Übel?

Komplexere Themen wie Hausaufgaben wurden jedoch unterschiedlich aufgefasst und beurteilt. So sprechen sich einige Eltern dafür aus, mehr Hausaufgaben zu verteilen, andere finden das Pensum zu hoch und wieder andere würden es am liebsten sehen, dass ihr Kind gar keine «Husi» mehr bekommt.

«Ich bin mir dieser Problematik bewusst», gestand Dschulnigg, «aber es ist schlicht nicht möglich, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Kinder lernen schliesslich unterschiedlich schnell, sind mal mehr mal weniger motiviert, einige haben mehr Freizeit zur Verfügung als andere und so weiter.» Auch das Thema Gewalt und Mobbing an der Schule wurde thematisiert, da 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr Opfer solcher Attacken wurden. Die Schulleiterin zeigte sich betroffen und versprach, dieser Problematik entgegenzuwirken.

Eine Idee wäre, sogenannte Peacemaker unter den Schülern zu ernennen, welche auf dem Pausenplatz dafür sorgen, dass keine Konflikte entstehen und Streitereien nicht eskalieren. «Aber auch der Einbezug von Fachpersonen wird nötig sein», fügte Dschulnigg an.

Umstrittene Schulbus-Ordnung

Weitere Beanstandungen waren die nicht festgelegte Sitzplatzordnung in den Schulbussen und dass die Rätenbergkinder bis zu 20 Minuten auf diesen warten müssen.

«Wir haben letzteres Anliegen ernst genommen und beschlossen, dass der Bus zuerst die Kindergärtler und die Erstklässler nach der Schule abholen wird. Den Zweitklässlern trauen wir zu, dass diese teilweise etwas länger warten können», sagte Armin Städler, Schulratspräsident. Dem Wunsch nach einer Pausenplatzüberdachung komme man aber nicht nach, da das Geld dazu fehle.

Positive Bilanz

Insgesamt zeigten sich der Schulratspräsident Armin Städler, die Schulleiterin Gabriela Dschulnigg und der externe Berater Joe Jöhl sehr erfreut über die vielen konstruktiven Anregungen. «Es tut einfach <choge guet> zu wissen, dass man seine Arbeit richtig und vor allem gut macht», freute sich Dschulnigg.

Dennoch bat Städler: «Wenn Sie weitere Anliegen haben, zögern Sie nicht, uns diese mitzuteilen.» Denn die nächste Elternbefragung würde erst wieder in ein paar Jahren durchgeführt, und Probleme seien idealerweise rasch anzugehen und zu lösen.