Elisabeth von Ungarn

WIL. Die Historikerin Magdalen Bless wird am Freitag, 15. März, an der Volkshochschule Wil über Elisabeth von Ungarn, die Prinzessin im Kloster Töss, referieren. Elisabeth von Ungarn (1292/93–1336) verbrachte als einziges Kind des ungarischen Königs Andreas III. eine turbulente Jugend.

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WIL. Die Historikerin Magdalen Bless wird am Freitag, 15. März, an der Volkshochschule Wil über Elisabeth von Ungarn, die Prinzessin im Kloster Töss, referieren. Elisabeth von Ungarn (1292/93–1336) verbrachte als einziges Kind des ungarischen Königs Andreas III. eine turbulente Jugend. Früh starb ihre Mutter; als sie acht war, wurde ihr Vater vergiftet. Nun stand sie unter der Obhut ihrer habsburgischen Stiefmutter, Königin Agnes. Unter dramatischen Umständen trat sie mit 15 oder 16 Jahren fern der Heimat ins Dominikanerinnenkloster Töss bei Winterthur ein. Vergeblich soll sie ihr Verlobter Heinrich von Habsburg angefleht haben, den Nonnenschleier gegen den Brautschleier zu tauschen. Es gibt viele Episoden über die charmante, aber auch leidgeplagte Prinzessin. Nach ihrem Tod wurde sie wie eine Heilige verehrt. Als das Kloster Töss in der Reformation aufgehoben wurde, geriet sie in Vergessenheit – ausser in St. Gallen: Dort ist sie im Himmels-Fresko in der Rotunde der Kathedrale unter den «seligen Friedfertigen» abgebildet. (pd)

Der Vortrag findet von 19.30 bis 21.15 Uhr im Hof zu Wil (2. Stock) statt. Anmeldung per sofort unter 071 911 08 39 oder info@vhs-wil.ch.