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Halfpipe-Talent Elias Allenspach ist erstmals unter den besten zehn Athleten im Weltcup: «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas Besonderes leisten muss»

Olympiateilnehmer und Europacup-Sieger: Der erst 17-jährige Elias Allenspach blickt auf eine erfolgreiche Halfpipe-Saison zurück. Dem Druck begegnet der Zuzwiler mit Lockerheit. Sein nächster Erfolg ist bereits Tatsache: Beim Weltcup im amerikanischen Copper Mountain hat er sich für den Final von morgen qualifiziert - damit ist er auf dieser Stufe erstmals unter den besten zehn Athleten.
Tim Frei
Auf dem Weg zum Halfpipe-Profi: Elias Allenspach im Oktober beim Kadertraining in Saas-Fee. (Bild: PD)

Auf dem Weg zum Halfpipe-Profi: Elias Allenspach im Oktober beim Kadertraining in Saas-Fee. (Bild: PD)

Der Startschuss zum neuen Winter fiel für Elias Allenspach schon früh. Anfang September hatte er sich mit anderen Halfpipe-Talenten gemessen – an der Junioren-WM der Snowboarder in Cardrona, Neuseeland. Also zu einem Zeitpunkt, als sich in der Schweiz immer noch kein Ende des Hitzesommers abzeichnete.

«Es war in der Tat eine Umstellung von 30 Grad Celsius zu deutlich tieferen Temperaturen», sagt Allenspach. Dies hinderte den Zuzwiler jedoch nicht daran, sich als Dritter souverän für den Halfpipe-Final zu qualifizieren – der ihm aber nicht wunschgemäss gelang. In den ersten zwei Läufen war er gestürzt, den dritten «brachte er gerade so hinunter».

Bungee-Jump in Neuseeland

Eine leise Enttäuschung kann der 17-Jährige nicht verbergen: «Hätte ich den letzten Sprung gestanden, wäre das Podest dringelegen.» So reichte es am Ende nur zu Rang sieben. Er nimmt das aber – wie so vieles – relativ locker:

«Ich hatte Pech, das gehört zum Wettkampf.»

Für Allenspach überwiegen die positiven Eindrücke vom Abenteuer in Neuseeland. Er hat viele Athleten anderer Länder kennengelernt, und er hat einen Bungee-Jump unternommen – mit dem Schweizer Slopestylefahrer Jonas Boesiger. Eine spontane Aktion, wie Allenspach sagt: «Da das Wetter beim Halfpipe-Gelände bewölkt war, mussten wir uns ein Alternativprogramm überlegen.»

In der Höhe fühlt er sich wohl

Dass es dazu kam, überrascht nicht – Adrenalinschübe reizen den Zuzwiler. Auch in der Höhe zu sein, gefällt ihm besonders. Das sei bei ihm schon als Kind ausgeprägt gewesen, erinnert sich seine Mutter. Sie sagt:

«Er war auf dem Spielplatz immer der, welcher am höchsten kletterte».

Da verwundert es nicht, dass ihr Sohn den Weg zum Halfpipe-Profi eingeschlagen hat.

Mit 16 bereits an den Olympischen Spielen

Ein weiterer Charakterzug Allenspachs ist seine Lockerheit. In der vergangenen Saison gewann er in Crans Montana seinen zweiten Europacup, nahm nach der verletzungsbedingten Absage Iouri Podladtchikovs an den Olympischen Spielen 2018 teil – und dies im Alter von 16 Jahren. Zum Abschuss wurde er hinter Jan Scherrer Schweizer Vizemeister in der Halfpipe.

Elias Allenspach (Mitte) während den Olympischen Spielen in Pyeongchang. (Bild: PD)

Elias Allenspach (Mitte) während den Olympischen Spielen in Pyeongchang. (Bild: PD)

Allenspach steht damit vor seiner grössten Herausforderung – dem Jahr der Bestätigung. Das lässt ihn allerdings kalt. Der 17-Jährige möchte «einfach seine Ziele» erreichen. Er sagt:

«Ich fühle mich überhaupt nicht unter Druck, habe nicht das Gefühl, dass ich etwas Besonderes leisten muss».

Erstmals unter den besten Athleten im Weltcup

Diese sind durchaus ambitiös. So strebt er bei Weltcup-Rennen Plätze unter den ersten 15 Athleten an. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich morgen in den USA. In Copper Mountain messen sich die Halfpipe-Profis zum ersten Mal in diesem Winter. Gestern Abend hat sich der Zuzwiler für den Final-Durchgang qualifiziert. Damit steht er erstmals unter den besten zehn Athleten im Weltcup.

Für Allenspach ist es ein spezieller Wettkampf, hat er doch 2016 im US-Wintersportgebiet sein Weltcup-Début gegeben. Er klassierte sich auf Rang 27.

Konstanz als grosse Baustelle

Im Europacup strebt Allenspach Podestplätze und die erfolgreiche Titelverteidigung in Crans Montana an. Ein grosses Ziel ist der Aufstieg vom B- ins A-Halfpipekader. Damit das gelingt, muss er konstanter werden. «Regelmässig gute Läufe zu zeigen: Da habe ich noch Verbesserungspotenzial», sagt er. Insbesondere bei schlechtem Wetter hat er Mühe.

«Ich bin eher ein Schönwetterfahrer.»

Spielt das Wetter nicht mit, ist er weniger motiviert als bei guten Bedingungen. «Daran muss ich noch arbeiten.»

Fortschritte im Mentalen

In Sachen Konstanz habe er sich dieses Jahr allerdings gesteigert, sagt der Zuzwiler. Das liege nebst der harten Arbeit an den Sprüngen auch an Fortschritten im Mentalen. «Ich gehe nun mit der Überzeugung in den Wettkampf, dass ich die Sprünge hinunterbringe», sagt Allenspach. Keine schlechten Vorzeichen für eine weitere erfolgreiche Saison des Halfpipe-Talents.

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