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Elegante Lösung für WC-Problem

Für die unhaltbare WC-Situation am Degersheimer Bahnhof konnte eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Passanten und «Gebüschpinkler» profitieren von den erweiterten Öffnungszeiten der Bahnhofstoiletten.
Michael Hug

DEGERSHEIM. Im vergangenen Jahr hat sich die Situation am Bahnhof zugespitzt. Im Zuge immer eingeschränkterer Öffnungszeiten des Billettschalters hat die Südostbahn (SOB) auch die Zugänglichkeit der beiden Toiletten im Bahnhofsgebäude reduziert. Dies führte dazu, dass Bahn- und Busreisende am Wochenende keine Möglichkeiten mehr hatten, sich zu entlasten. Zudem benutzten auch Gäste des «Hexehüsli»-Kiosks und des Beck-Shops im Bahnhof die Toiletten vis-à-vis. Doch an Werktagen wurden diese vom SOB-Personal schon um 17 Uhr geschlossen. Die Folge davon war: Ärger bei auswärtigen Wanderern und Bahnpassagieren, eilende Schritte zum nächsten öffentlichen WC im Dorfzentrum oder Entlastung im Gebüsch.

Untragbare Situation

Für die Betreiber des «Hexehüsli», Fabienne und Christoph Neff, war die Situation nicht mehr tragbar. Sie reichten ein Baugesuch für ein Toilettenhäuschen auf ihrem Grundstück ein. Im Herbst 2012 erteilte die Gemeinde die Baubewilligung. Doch der Vorgang brachte einen Stein ins Rollen, und zwar am Hauptsitz der SOB in St. Gallen. «Die Gemeinde könnte die Anlage kostenlos übernehmen, muss dann aber als Gegenleistung ihrerseits für Betrieb, Unterhalt und Reinigung sorgen», schrieb die SOB auf Anfrage dieser Zeitung. Daraufhin nahm Gemeindepräsidentin Monika Scherrer Kontakt auf mit der SOB: «Es wäre doch ein Blödsinn gewesen, dass ein neues WC gebaut wird, wenn es nebenan schon eines hat.» Die Gespräche mit den SOB fruchteten. Scherrer: «Wir konnten nun eine Lösung finden für das Problem», sagte sie dieser Tage.

Lösung für das Problem

Die Lösung: Die SOB stellt die beiden Toiletten vollumfänglich und kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung. Die Gemeinde übernimmt die Verantwortung für den Unterhalt, delegiert diese aber den Geschwistern Neff.

Fabienne Neff: «Uns kommt diese Lösung entgegen, da wir vorläufig nicht bauen müssen.» Sie hat eine Putzfrau beauftragt, die die regelmässige Reinigung übernimmt: «Wir schauen jetzt mal, ob sich diese Lösung bewährt.» Die Öffnungszeiten der SOB-Toiletten sind nun denen des Kiosks angepasst, also massiv erweitert worden. Dies bedeutet, dass Damen- sowie Herrentoilette ab sofort von morgens sechs bis abends acht Uhr zugänglich sind. Neff und Scherrer sprechen von einen klassischen Win-Win-Situation, da Kiosk-Gäste und Bahnreisende profitieren. Auch die Gemeinde profitiert – und dies erst noch gratis. Gratis wird auch der Gang zur Toilette. Die Münzschlösser an der WC-Kabine sind entfernt worden.

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