«Eishockey war meine Passion»

Der 29jährige Christof Högger spielte 24 Jahre lang beim EHC Uzwil Eishockey. Nun muss er aufgrund einer Hüftverletzung seine Karriere beenden. Dies ist für ihn ein trauriger Schritt, doch seine Gesundheit gehe vor.

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Christof Högger folgt dem Rat der Ärzte und hört mit dem Eishockeyspielen auf. (Bild: pd)

Christof Högger folgt dem Rat der Ärzte und hört mit dem Eishockeyspielen auf. (Bild: pd)

Vor 24 Jahren begann Christof Högger beim EHC Uzwil mit dem Hockeyspielen. Er durchlief bei seinem Stammverein alle Nachwuchsstufen bis zur Elite A, spielte in der ersten Mannschaft und unter anderem beim finnischen Club KooKoo sowie beim SC Herisau. Zuletzt war er beim Uzwiler 2.-Liga-Team unter Vertrag. Wegen einer Hüftverletzung muss der heute 29-Jährige seine Karriere nun beenden. Herr Högger, wann wurde Ihnen bewusst, dass Sie Ihre Karriere beenden müssen?

Christof Högger: Im vergangenen Januar bin ich im Meisterschaftsspiel gegen Prättigau unglücklich in die Bande geprallt und erlitt einen Knorpelabriss in der Hüfte. Für den Rest der Saison hatte ich in jedem Spiel Schmerzen. Ich hatte mich schon mit 20 Jahren während meiner Saison in Finnland an der Hüfte verletzt und musste operiert werden. Das Gelenk war deshalb schon stark abgenutzt. Nach diversen Untersuchungen bei Spezialisten haben mir die Ärzte vom Hockeyspielen auf diesem Niveau abgeraten – vor allem mit Blick auf mein weiteres Leben.

War eine erneute Operation keine Option?

Högger: Nein, denn leider kann man meine Hüftverletzung nicht operativ behandeln.

Wie enttäuscht sind Sie über das Karriereende?

Högger: Ich bin immer noch traurig. Schliesslich war Eishockey meine Passion und in den vergangenen 24 Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens. In der vergangenen Saison hatten wir in Uzwil ausserdem ein tolles Team, das macht es doppelt schwer aufzuhören. Ich werde dieses Umfeld vermissen. Aber die Gesundheit geht nun vor.

Wird man Sie also nicht mehr auf dem Eis sehen?

Högger Ich werde sicher bei Gelegenheit für einen Plauschmatch aufs Eis zurückkehren. Ein regelmässiges Training wird allerdings nicht mehr möglich sein.

Der August wird für mich bestimmt komisch, wenn viele meiner Kollegen aufs Eis zurückkehren und ich erstmals seit Jahren nicht dabei sein werde.

Wie sieht Ihr Alltag ohne Hockey aus?

Högger: Weil ich mich bereits mit 20 Jahren ein erstes Mal schwer an der Hüfte verletzte, platzte mein Traum, Eishockeyprofi zu werden frühzeitig. Deshalb hatte zunächst das Wirtschaftsstudium und heute der Beruf Priorität, obwohl Eishockey immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens war. Weil das Eishockey nun wegfällt, bin ich vermehrt auf dem Mountainbike statt auf dem Eis anzutreffen. Der Vorteil des Alltags ohne Hockey ist, dass ich im Herbst und Winter länger in die Ferien fahren kann.

Was waren Ihre schönsten Momente bei den Hawks?

Högger: Die vergangene Saison war sowohl sportlich als auch menschlich ein Highlight. Wir hatten ein super Team mit einem tollen Captain. Nach Startschwierigkeiten in der Vorbereitung legten wir mit einem aussergewöhnlichen Team-Spirit eine Siegesserie hin. In bester Erinnerung bleibt mir auch die Juniorenzeit, da meine Teamkollegen aus der Piccolo-Zeit noch heute zu meinen engsten Freunden zählen.

Was wünschen Sie den Hawks nach dem «Change on the fly»- Jahr?

Högger: Ich hoffe, dass der Club den eingeschlagenen Weg mit positiven Emotionen weiterverfolgt. Der EHC Uzwil ist für mich ein Traditionsverein, der in die 1. Liga gehört. Ich drücke die Daumen, dass der Aufstieg bald gelingt und die Region vom Eishockeyfieber gepackt wird. (red.)

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